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peter_pan
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  RE: Leon City Storys Datum:15.06.25 00:21 IP: gespeichert Moderator melden


Danke für die Fortsetzung, hier kommen wirklich so viele Charaktere zusammen, richtig gut 🙏

Bin mal sehr gespannt auf welche Spur Luke mit Rilliana jetzt gekommen ist
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TheLargeEmptY
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  RE: Leon City Storys Datum:15.06.25 15:03 IP: gespeichert Moderator melden


Gern geschehen! In der tat sollten alle girls drin sein. Leider hat nicht jede von ihnen eine große Rolle spielen können (Sorry Jade XD)

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Story Hunter
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Die Wahrheit ist ein dreischneidiges Schwert, deine Wahrheit, meine Wahrheit und die Wahrheit selbst.

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  RE: Leon City Storys Datum:21.06.25 22:58 IP: gespeichert Moderator melden


So nach langer Abwesenheit auf Grund von Beruflichem- und Privaten-Stress, und einem abgerauchtem Rechner, hatte ich jetzt mal die Zeit hier die ganzen Fortsetzunge zu lesen die ich vor mir her geschoben hatte. Ich muss sagen alles sehr interessant. Ich bin sehr gespannt wie sich alles weiter entwickelt.
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TheLargeEmptY
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  RE: Leon City Storys Datum:21.06.25 23:02 IP: gespeichert Moderator melden


Dankeschön!
Willkommen zurück in LeonCity <3
Ich hoffe bei dir ist jetzt wieder alles in Ordnung.
Tja wie geht es weiter. Gerade, ehrlich gesagt, keine Ahnung :/
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TheLargeEmptY
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  RE: Leon City Storys Datum:19.07.25 14:45 IP: gespeichert Moderator melden


LCs 32
Normales Mädchen fällt in Magische Fallen

„Celine, ich möchte dich nochmal darauf hinweisen, dass ich Hilfe brauche, um die Inventur auf dem Dachboden durchzuführen“, sagte Chloe und trommelte auf einem Klemmbrett mit leeren Listen herum. Sie hatte Sportschuhe und eine bequeme schwarze Leggings an sowie ein weißes Spandex-Shirt mit dem C&T-Logo darauf. Ihre Chefin sah sie von der Seite schief an, da sie gerade dabei war, Daten auszuwerten, und sich dabei konzentrieren musste.
„Chloe kannst du das nicht an einem anderen Tag machen? Ich muss ein paar Dinge …“
„Nein, kann ich nicht! Seit du mir den Auftrag dafür gegeben hast und ich kurz nachgeschaut habe, höre ich ein Ticken vom Dachboden. Dort oben spukt es oder so, und ich habe keine Lust, dass das Dach explodiert, während ich schlafe! Kannst du nicht eben mitkommen und …“
„Das, wiederum, kann ich nicht“, unterbrach Celine und legte ihr eigenes Klemmbrett beiseite, „Caitlyn beklagt sich über Kopfschmerzen und ich muss dem auf dem Grund gehen. Irgendetwas stimmte nicht bei dem Event und ich muss herausfinden was.“
Chloes Mund verzog sich. Natürlich wollte sie nicht undankbar über den Job erscheinen und erst recht nicht rücksichtslos. Dennoch verschränkte sie ihre Arme vor ihrer Brust.
„Kannst du mir zumindest sagen, was da oben ungefähr ist?“
Celine runzelte die Stirn.
„Nun … ähm, einiges … aber keine Bombe und nichts, was dich umbringen könnte.“
„Sehr beruhigend“, kommentierte Chloe sarkastisch.
„Ich … schau Rilliana hat halt einiges Zeug aus aller Welt dort oben abgeladen, zusätzlich zu den paar Sachen, die ich dort bereits hatte. Ich verspreche dir, dass ich morgen …“
„Celiiiiiiine …“
Die Hexe stöhnte lang und genervt auf.
„Schau ich …“, fing Celine an, doch unterbrach sie sich, als sie ihre Stiefschwester Trisha sah, die gerade gähnend an der Tür zu ihrem Labor vorbeischlurfte, „TRISHA!“
Die Katzenshifterin kam zurück und ließ ihren Kopf knapp hinter der Tür hervorschauen. Ihre müden Augen waren auf ihre Schwester und Chloe geheftet.
„Was los?“, fragte das Catgirl knapp, als wollte sie nur so schnell wie möglich in ihr Bett.
„Chloe hier muss eine Inventur von den ganzen Magischen Artefakten durchführen, die wir auf ihrem Dachboden abgeladen haben. Ich erwarte, dass du ihr dabei hilfst!“
Trisha sah Chloe an, die machtlos mit den Schultern zuckte.
„Kannst du das nicht alleine?“
„Ich habe Angst, dass ich explodiere …“
„Berechtigte Angst“, kommentierte Trisha, „Nun, leider bin ich ein bisschen müde und ich habe frei, also …“
„Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mir ein bisschen deiner Zeit leihen könntest“, sagte Chloe rasch, bevor Trisha verschwinden konnte, „Ich würde mich um einiges sicherer fühlen, wenn jemand wie du auf mich aufpasst.“
„Jemand wie ich?“
„Naja … eine Magierin?“
„Wir hängen eindeutig zu wenig miteinander rum. Ich kann nicht zaubern, im Gegensatz zu meiner werten Stiefschwester“, erklärte Trisha und zog eine Schnute.
„Oh … dann ähm Warte ich vielleicht doch. Nicht, dass dort etwas …“, fing Chloe an, doch wurde sie nun von Trisha unterbrochen.
„Wow, wow, wow, wow! Ich bin genauso hilfreich wie Celine, nur damit das klar ist!“
„Najaaaaa …“
„Celine, halt die Klappe! Fein! Ich komme mit und passe auf, dass dir nichts … Schlimmes … passiert!“, sagte Trisha barsch und ging zurück zur Haustür. Chloe sah nervös zu Celine.
„Habe ich etwas Falsches gesagt?“
„Naaaaa, Trisha ist nur ein bisschen angefressen, das sie jetzt nicht schlafen kann. Sie hat spätere Arbeitszeiten und eigentlich ganz andere Aufgaben als du. Außerdem ist Magie immer ein heißes Thema in unserem Haus“, sagte Celine und winkte ab, „aber sie sollte genauso gut die Dinge da oben händeln können wie ich oder Rilliana.“
Chloe nickte, doch innerlich war sie in voller Panik.
„Gut, dann … gehe ich mal“, sagte sie hölzern und folgte Trisha zu ihrem kleinen Haus.

„Wirklich hübsch, was du aus der alten Bude gemacht hast“, kommentierte Trisha während sie mit den Händen hinter ihrem Kopf durch das Wohnzimmer lief und ihr Schweif leicht hin und her wedelte. Besonders aufmerksam betrachtete sie die weiche, weiße Couch und die Kissen auf ihr mit Meerjungfrauenmotiv.
„Ähm, danke …“, murmelte Chloe und schloss nervös die Tür hinter sich, „Wollen wir dann hoch?“
Chloe drehte sich um, doch Trisha war verschwunden.
„Trisha?“
„Wohnzimmer.“
Chloe ging in den Raum, wo sich das Catgirl bereits der Länge nach auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte.
„Was machst du? Der Dachboden ist oben.“
„Jup. Da wo üblicherweise Dachböden sind“, bestätigte Trisha.
„Warum legst du dich dann hin?“
„Ich bin müde.“
„Ich weiß, aber hast du nicht gesagt …“
„Ich habe gesagt ich schaue das dir nichts Schlimmes passiert. Ich weiß, dass dort oben nichts ist, was gefährlich ist, alsooooo … gute Nacht.“
„Trisha, komm schon. Ich mach mir echt Sorgen und …“, fing Chloe erneut an, doch wurde sie zum wiederholten Male unterbrochen.
„Ich sag dir was. Du lässt mich pennen, und wenn du mich brauchst, schrei einfach.“
Chloe starrte sie entgeistert an.
„Das ist nicht dein Ernst.“
„Oh doch ist es. Ich habe wirklich keinen Bock auf eine Inventur, aber hey, wenn was passiert, bin ich sofort da. Keine Sorge.“
Chloe klappte der Mund auf und plötzlich hatte sie eine Vermutung, warum ihre kleine Schwester in letzter Zeit so unausstehlich gewesen war. Kim hatte anscheinend etwas zu lange mit dem Catgirl zusammengehangen und sich das ein oder andere von ihr abgekuckt. Chloe leckte sich über die Lippen, um Trisha ihre Meinung zu sagen, doch stöhnte sie stattdessen und gab auf. Alleine und nervös ging sie die Treppe hinauf und klappte die Luke zum Dachboden auf. Eine Leiter klappte auf und sofort waberten Staubwolken aus der Öffnung herunter und bescherten Chloe eine Gänsehaut.
„Als wäre ich in einer Horrorserie“, murmelte Chloe.
„NAAA, übertreib nicht Chloe. Du bist noch nicht mal hochgelaufen“, rief Trisha die Treppe hoch, und Chloe blinzelte.
„Das hast du gehört?“
„Klar. Ich habe ziemlich gute Ohren! Wie gesagt. Du musst dir keine Sorgen machen“, rief Trisha zurück, „jetzt hoch mit dir! Hophop!“
Chloe ballte ihre freie Hand zu einer Faust und ihre Arme fingen an zu zittern. Doch sie biss sich auf die Zunge, um nichts Falsches zu sagen, und trampelte die Treppe hoch. Oben angekommen zückte sie einen Stift und strich die Liste auf ihrem Klemmbrett glatt.
„So, wo fangen wir an …“, murmelte Chloe und zuckte zusammen, als sie wieder das Ticken hörte, „Okay … das ist nur eine Uhr oder so … ich muss mir keine Sorgen machen.“
Chloe sah sich mit zitternden Fingern um, um irgendwo die Uhr zu sehen, doch blieben ihre Augen auf einem Teppich hängen, der mitten im Raum lag. Zumindest glaubte Chloe, dass es ein Teppich war, denn sie konnte nur sehen, dass auf dem Boden ein schwarzer Fleck lag, der alles Licht im Dachboden einzusaugen schien.
„Das war das letzte Mal nicht da …“, murmelte Chloe und sah auf ihre Liste, „Name/ Beschreibung … Pechschwarzer Teppich. Zauber/Fähigkeit … Verdammt, Celine, was soll ich sagen? Dunkler als Schwarz Zauber? Sieht aus wie eine Fallgrube?“
Sie bückte sich zu dem Teppich hinunter und drückte vorsichtig gegen den Rand des Teppichs.
„Latex?“, murmelte Chloe und trug ihre Beobachtung in ihre Liste ein, „aber dicker?“
Sie fühlte weiter und presste ihre ganze Hand auf ihn. Er gab nach, doch spürte Chloe darunter nicht den Boden. Eigentlich spürte sie gar nichts außer das nachgebende Latex unter ihrer Hand, und plötzlich kippte sie nach vorne über. Mit weit aufgerissenen Augen fiel sie fluchend einfach in den Latextteppich hinein. Doch nur ein kurzes Stück, denn das Latex dehnte sich unter ihrem Körpergewicht und hielt sie kopfüber wie in einem Sack gefangen. Sie spürte, dass es immer enger wurde, und sie konnte über sich die Öffnung sehen, die immer kleiner wurde, bis sie nur noch faustgroß war.
„Was zum …“, murmelte Chloe und sträubte sich gegen das Latex, doch fand sie keinen Halt an dem glitschigen und dehnbaren Material. Sie mühte sich ab, sich richtig zu drehen, und schnaufte laut auf vor Anstrengung. Doch letztlich schaffte sie es, sich in dem Sack aufzurichten. Ihre Füße versanken tiefer in dem Latex, und obwohl sie nun näher an der Öffnung sein sollte, sah es immer noch so aus, als wäre sie unerreichbar fern. Chloe streckte ihre Hände hoch und versuchte zu springen, doch das Latex dehnte sich einfach unter ihr weg und sie konnte keine Kraft aufbauen.
„Komm schon“, knurrte sie und hämmerte frustriert gegen die Latexwand neben ihrem Gesicht. Sie konnte noch nicht mal ihre Finger in das Latex drücken, um es zu zerreißen. Sie wollte auch eigentlich nicht herausfinden, was mit ihr passieren würde, wenn sie das Artefakt kaputtmachte, während sie eigentlich durch die Decke und in Kims Zimmer hängen musste.
„Haaaaa … ich habe keine Minute durchgehalten …“, murmelte Chloe und atmete tief aus, „TRISHA? Ich stecke fest!“
Chloe hörte ein lautes Stöhnen und wie sich das Catgirl streckte, dann wie sie die Treppen hinaufstieg.
„Also Chloe wenn du mich jetzt verarschst, um mich nach oben zu locken, dann … Wo bist du?“
„Im Teppich.“
„Teppich?“
„Das riesige schwarze Loch! Mitten im Raum!“
„Ich muss dich enttäuschen, Chloe hier ist nirgendwo … oh … Jetzt sehe ich es. Es ist ein eher kleiner Teppich“, sagte Trisha und Chloe konnte hören, wie sie in ihrer Hose herumfummelte, und einige Augenblicke später leuchtete das Catgirl mit ihrem Handy auf Chloe hinunter.
„Da hast du ja was Schickes gefunden“, rief sie hinunter.
„Kannst du mich einfach hier rausholen?“
„Moment“, sagte Trisha lachend, und ihr Handy blitzte kurz auf, „jetzt hole ich dich raus und schicke das hier Rilliana“
„Haha.“
Trisha zog den Rand der Öffnung immer weiter auf. Chloe spürte, wie sie langsam mehr Platz bekam und letztlich über dem Boden wuchs. Sie robbte sich aus dem Loch und rollte sich zur Seite.
„Was zur Hölle ist das!?“, fragte Chloe.
„Eine Latexfallgrube, oder so? Ich glaube Rilliana hat mal davon erzählt und ich konnte mich daran erinnern wie man jemanden da wieder rausholt“, erklärte Trisha wieder mit leicht wedelnden Schweif sie bückte sich hinunter und reichte Chloe ihr Klemmbrett, „Alsooo ich bin dann wieder unten. Versuch nicht, alle Fallen einzusammeln. Bin müde.“
„Kannst du nicht …“
„Nein“, sagte Trisha freundlich lächelnd und drückte den Teppich zusammen, bis er so klein war wie ein Blatt Papier, „das hier nehme ich dir aber schon mal ab … und das hier?“
Trisha beäugte ein reisekoffergroßes, pinkes Puppenhaus auf einer Kommode und runzelte besorgt die Stirn.
„Was ist das?“
„Etwas was man als gefährlich einstufen könnte und mir ein paar Albträume bereitet hat. Fass es am besten nicht an, und ich bitte Celine … es zu verbrennen oder so. Ignorier es vorerst am besten“, erklärte Trisha und machte einen großen Bogen um das Puppenhaus, als wäre es eine Bombe, bevor sie die Treppe hinunterging.
„Weiter machen!“, schallte es noch die Treppe hoch, was Chloe sofort wieder zur Weißglut trieb. Doch war ihr Frust nur von kurzer Dauer, da sie eine Aufgabe hatte, und notierte die Eigenschaften der Fallgrube und wie man wieder herauskam, sowie das Puppenhaus zumindest namentlich.
„So was haben wir hier noch …“, murmelte Chloe und ging in Richtung einer Holztruhe. Sie war mit Gold beschmückt und war mit Stahlplatten verstärkt. Zwar hatte sie eine Öse, wo man hätte ein Schloss anbringen können, doch war dieses nicht vorhanden. Chloe kniete sich vor der Truhe hin und streckte ihre Hände aus, um zu sehen, was darin versteckt war, doch hielt sie inne. Sie verengte ihre Augen zu Schlitzen.
„Warum habe ich ein ungutes Gefühl …?“, murmelte Chloe und stach mit ihrem Stift die Kiste. Sofort zuckte diese zusammen und sprang von Chloes Stift davon, sodass sie einen Schritt von Chloe weg auf dem Boden krachte und den Dachboden erbeben ließ. Die Blondine hockte mit offenem Mund vor ihr, immer noch mit ausgestrecktem Stift, und sah schockiert auf die Mimic.
„Alles in Ordnung, Chloe?“, rief Trisha hoch.
„NEIN! Hier ist eine Mimic! Muss ich …“
„Alles klar, ich wollte das nur wissen, weil ich immer noch schlafen möchte und ich das bei dem Krach nicht machen kann!“
„Du kleine …“, zischte Chloe und ihr Stift knackte leise, als sie erneut ihre Hand zur Faust ballte, „oh Scheiße.“
„Ist noch was?“
„NEIN!“, rief Chloe zurück und sah sich besorgt den Stift an, doch schien er noch in Ordnung zu sein. Chloe widmete sich wieder ihrem Klemmbrett und trug die Mimic in die Liste ein. Dabei drückte sie etwas zu fest auf den Stift und hinterließ eine tiefe Furche auf dem Papier. Chloe stand auf und nahm als Nächstes einen Spiegel in Augenschein. Er war so groß, dass er über ihren Kopf hinausragte, und seine Oberfläche war von einem silbernen Rahmen gefangen. Was sie jedoch verwirrte, war, dass sie sich nicht selbst in ihm sehen konnte. Chloe warf einen Blick nach hinten und sah nur die Wand und die Truhe, genauso wie der Spiegel es ihr gezeigt hatte.
„Toll, jetzt bin ich sogar zu einem Vampir geworden“, murmelte sie genervt und trat einen Schritt auf den Spiegel zu. Von einem Moment auf den nächsten erschien Chloes Spiegelbild in ihm und sie stolperte vor Schreck zurück. Sie fiel über ihre eigenen Füße und knallte mit ihrem Rücken gegen die Mimic, die sich sofort anfing zu bewegen.
„Oh Scheiße!“, fluchte Chloe und wollte noch wegspringen. Doch hatte die Mimic ihre Klappe bereits geöffnet und zwei unnatürlich lange Hände ergriffen Chloes Körper.
„Nein! Komm schon! Ich …“, konnte Chloe gerade noch sagen, bis die kräftigen Arme sie in das schleimige Maul der Truhe drückten. Sie konnte sich gerade noch außen an der Truhe festhalten, als diese zuschnappte. Glücklicherweise waren die Zähne der Mimic nicht massiv und gaben nach, dennoch pinnten sie Chloe fest, die nun halb in der Truhe steckte und ihren Rücken unangenehm strecken musste.
„Spuck mich sofort aus, du blödes Ding!“, brüllte Chloe während sich Tentakeln unter ihre Arme drückten und um ihre Brust wickelten. Sie strampelte mit ihren Beinen und biss ihre Zähne zusammen, als einer der Tentakeln sich in ihren Mund drücken wollte.
„Nein, das glaub ich nicht, du dämliche Truhe!“, keifte Chloe und schnappte mit ihren Zähnen nach dem Tentakel. Sie erwischte ihn und biss hart zu. Sofort zuckte die Truhe zusammen und spuckte Chloe aus, die über den Holzboden schlitterte und genau vor Trisha zum Stehen kam.
„Neue Freunde gefunden?“
Chloe sah aus trüben Augen hoch, hob ihre Hand und ging mit ihr durch ihre Haare, um den Schleim herauszubekommen.
„Ich dachte, du wolltest schlafen?“, fragte Chloe Trisha ungehalten.
„Und ich dachte, du wolltest leise sein“, entgegnete Trisha und schmunzelte über die komplett eingesaute Chloe, „Aber nicht schlecht wie du dich aus der Mimic befreit hast. Jade hat das nicht geschafft.“
Trisha beugte sich hinunter und hielt Chloe ihre Hand hin. Chloe wollte diese erst ausschlagen, doch dann atmete sie einmal tief durch und nahm die nette Geste an.
„Jade wurde mal von ihr gefressen?“
„Jup. Als ihr das erste Mal zu Besuch wart, wollte sie Summer entführen, ist aber an der Mimic gescheitert. Das war so witzig“, lachte Trisha und wischte sich eine Träne aus den Augen, „Aaaah, schöne Zeit.“
Chloe wollte nicht kommentieren, dass diese „schöne Zeit“ auf Kosten von Jade ging, und schwieg, während Trisha das Klemmbrett vom Boden aufhob.
„Nun … vielleicht solltest du dich sauber machen, bevor du weitermachst“, sagte Trisha und trommelte ein bisschen auf dem Brett herum.
„Richtig …“, sagte Chloe trocken und ging an Trisha vorbei, die Leiter hinunter und ins Badezimmer.
„Chloe …“
„Lass. Geh schlafen. Ich mach das schon“, unterbrach Chloe und knallte die Tür hinter sich zu. Ihre dreckige Kleidung warf sie in die Ecke und stellte sich unter die Dusche. Erst spürte sie das Wasser gar nicht durch den ganzen Schleim auf ihren Haaren und ihrem Körper, bis sie anfing, ihn wegzuwischen.
„Verflucht ist der widerspenstig“, murmelte Chloe and sah auf den Boden, wo sich der Schleim sammelte. Nur langsam vermischte er sich mit dem Wasser und verschwand im Abfluss. Sie schloss ihre Augen und atmete tief durch. Sie hoffte, dass der Abfluss davon nicht verstopfen würde. Das hätte ihr gerade noch gefehlt: zusätzlich zu ihren anderen Gedanken eine Überschwemmung im Haus. Trisha machte es ihr garantiert nicht einfacher. Normalerweise konnte sie gut mit Sticheleien umgehen und auch austeilen, aber die Shifterin schaffte es irgendwie, unter ihre Haut zu kommen.
„Genau wie Kim … oder?“
Chloe stützte ihren Kopf an der Wand ab, während das heiße Wasser ihren Rücken herunterfloss.
„Vielleicht habe ich nur gerade eine dünne Haut. Oder dieses ganze Magiezeug übersteigt meinen Kopf.“
Chloe wusch ihre Haare und ihren Körper mit Shampoo und Seife gründlich durch und genoss das sanfte Rauschen des Wassers, bis sie genug hatte. Sie schaltete es aus und trocknete sich mit ihrem Handtuch ab. Sie wickelte es anschließend um ihren nackten Körper und öffnete die Tür. Sofort strömte eine Dampfwand aus dem Badezimmer in den Flur und Chloe wollte gerade in ihr Zimmer gehen, als sie etwas auf dem Boden liegen sah. Sie bückte sich herunter und wedelte den Dampf aus dem Badezimmer beiseite. Auf dem Boden lag ein türkiser Latexanzug mit dunkelblauen Streifen und Flächen. Er besaß Handschuhe und daneben lagen silberne High Heels. Auf dem Rücken war das C&T-Logo in Pink abgebildet. Ein Wappen, welches ein C und T einrahmte und eine Frau sowie eine Katze abbildete. Der Anzug kam ihr allerdings im Großen und Ganzen eigenartig bekannt vor, und nachdem sie ihn vollständig aufgefaltet hatte, war sie sich sicher.
„Der Zero Suit von Samus? Mit C&T-Logo, aber warum …?“, fragte Chloe, als ihr das Klemmbrett auffiel. Auf ihm war ein Blatt Papier eingeklemmt, welches nicht zu den Listen gehörte. Chloe hob es auf und versuchte, die extrem altmodische und elegante Handschrift auf dem Papier zu lesen.


Hey Chloe,
Tut mir leid, dass ich gerade so schwierig war. Ich kann ziemlich frech werden, wenn ich müde bin, aber das ist keine Entschuldigung. Es tut mir wirklich leid und ich werde in Zukunft nicht mehr so reagieren, wie ich es bisher tat. Du bist meine Kollegin und ich muss dich mehr respektieren, vor allem da du so viel für die Firma gemacht hast. Ich möchte dir diesen Anzug als Entschuldigung überreichen. Ich dachte, er würde sich am besten eignen, um das Eis zu brechen, und ja, ich habe mit Summer darüber geredet. Um ehrlich zu sein, wollte ich schon früher mit dir reden, aber erst habe ich es immer vergessen oder verschlafen und danach war es nur noch peinlich.
Ich bitte dich, den Anzug anzuziehen, und wann immer du Hilfe brauchst, ruf nach mir. Ich werde der Heldin Samus garantiert keinen dummen Spruch drücken. Versprochen.

Auf gute Zusammenarbeit
Trisha

P. S.: Ich nehme das Puppenhaus kurz zu Celine. Sollte bereits wieder da sein, wenn du aus der Dusche kommst. Nicht dass du dich wunderst, warum es weg ist.



Chloe runzelte ihre Stirn.
Und warum sagt sie mir das nicht selbst? Dachte Chloe, doch vermutete sie, dass Trisha nun wieder versuchte zu schlafen. Sie sah wieder zum Anzug und dachte an die Zeit zurück, als sie von einer besonders harten Woche Arbeit nach Hause kam. Oder genauer gesagt zu Summers Haus kam. Ihre Freundin hatte ihr Unterkunft gewährt und ein warmes Bett für kleines Geld, nachdem sie ihren Ex verlassen hatte und nicht zu ihrer Mum zurückwollte. Genau das Richtige, um über die Runden zu kommen.

Summer saß wie immer vor ihrer Spielekonsole und Chloe ließ sich auf das Sofa fallen. Auf dem Bildschirm lief eine kleine blaue Figur herum mit blonden Haaren. Chloe hatte Summer gefragt, ob das ein neues Pokémon-Spiel sei, doch Summer schüttelte ihren Kopf.
„Naa. Das ist Metroid: Zero Mission. Willst du auch?“
„Naaa“, sagte Chloe, doch klebten ihre Augen weiter auf dem Bildschirm. Sie wagte es noch nicht mal zu blinzeln und sie leckte sich die Lippen.
„Alles in Ordnung, Chloe?“, fragte Summer, und erst jetzt merkte Chloe, dass sie wie gebannt auf den Charakter starrte.
„Äh. Ich … ich weiß nicht genau … dieser Held da … wer ist das?“
Summer grinste und pausierte das Spiel, während sie ihr Handy zückte. Sie suchte ein Bild von Samus heraus und zeigte es ihrer blonden Freundin.
„Das, meine liebe Chloe, ist Samus! Eine Weltraum-Kopfgeldjägerin. Gefällt sie dir? Ich denke, ihr habt dieselben Haare und deswegen bist du interessiert an ihr, oder?“
Chloe biss sich hart auf die Unterlippe und nickte, doch etwas anderes hielt tatsächlich ihre Augen auf dem Bildschirm geklebt.
„Samus … und was … was trägt sie da?“
„Chloe, Chloe, Chloe … Das meine liebe ist ihr blauer Zero Suit. Ein hautenger … sagen wir mal Latexanzug.“
„Latex?“
Summers Augen fingen an zu strahlen, sie legte den Kontroller weg und stand auf.
„Komm! Ich muss dir was zeigen! Was meinst du, welche Größe hast du?“
„Ähm …“
„War eine rhetorische Frage“, sagte Summer und verengte ihre Augen, um Chloes Körper zu studieren, „sollte passen!“

Es folgten eine Nacht und ein voller Tag in Latex, in das Chloe eingeschlossen wurde. Buchstäblich.
„Vielleicht sollte ich das wiederholen“, überlegte Chloe und leckte sich die Lippen, aber sie hatte zuerst andere Dinge zu tun, „angefangen mit Umziehen … oder eher anziehen, hehehe.“
Chloe ging zurück in ihr Badezimmer und schloss ab. Ihr Handtuch fiel auf den Boden und sie setzte sich auf den Rand der Badewanne. Da der Anzug keinen Reißverschluss hatte, musste Chloe ihre Füße in die Halsöffnung des Anzugs stecken. Er glitt ihre Beine mühelos hoch und innerhalb von Sekunden lag er glatt an ihren Oberschenkeln an. Wie üblich bei C&T-Kleidung saß der Anzug bereits perfekt und Chloe hielt inne, als sie sich in dem blauen Schein verlor. Sie streichelte mit der Hand über ihr Bein und sie bekam eine Gänsehaut. Dieser Anzug fühlte sich anders an als die üblichen Kleidungsstücke, die sie für Celine testete. Glatter und flexibler. Wenn vorher die Anzüge wie eine zweite Haut gesessen hatten, war dieser Anzug nun wahrhaftig zu ihrer Haut geworden.
„Ich muss weitermachen … ich muss wissen, wie er sich anfühlt“, murmelte sie, zog die Halsöffnung ihre Hüfte hoch und über ihre Brüste. Sie steckte ihre Arme hinein und folgte den Ärmeln, bis ihre Hände in den Handschuhen anhielten. Der Kragen rutschte ihren Hals hoch und saugte sich fest. In diesem Moment fingen Chloes Beine an zu zittern und sie musste sich festhalten, um nicht umzukippen.
„Was ist das …“, flüsterte sie, als der Anzug sich perfekt an ihre Form anpasste. Kein Drücken, keine Einschränkung ihrer Bewegungen. Nur ihr blauer Latexkörper, unter dem man ihren Bauchnabel sehen konnte. Ihre rechte Hand wanderte unter ihre Brust und fing an, diese zu massieren. In ihrem Hals löste sich ein lüsternes Keuchen und ihre linke Hand hielt schnell ihren Mund zu, um nicht zu laut zu sein. Sie schloss ihre Augen und biss sich auf den Zeigefinger, als eine erneute Welle aus Lust über sie hinwegschwappte. Sie sank auf ihre Knie, unfähig, zu stehen, und begann schwer zu atmen.
„Chloe beruhig dich!“, ermahnte sie sich selbst, aber sie konnte nicht. Während ihre linke Hand den Job der rechten übernahm, wanderte ihre rechte zu ihrem Schritt. Ihre Finger umschmeichelten ihn und trotz des Latex fühlte es sich so an, als würden ihre Finger ihren nackten Körper massieren. Erneut kroch ein Stöhnen ihre Kehle hoch und sie zuckte zusammen beim Versuch, ihn zu bändigen. Sie blinzelte.
„Was ist das?“, murmelte Chloe und riss ihre Hände von ihrem Körper, als hätte sie sich verbrannt. Sie schüttelte ihren Kopf, um ihre Gedanken zu ordnen, und stellte sich auf ihre wackeligen Knie. Mit einem Blick in den Badezimmerspiegel stellte sie fest, dass sie rot angelaufen war, und erst jetzt bemerkte sie, dass ihr Mund offenstand, und sie schloss ihn rasch.
„Was hat Trisha mir da gegeben? Das kann doch nicht nur am Anzug liegen, oder?“, fragte sich Chloe und wusch ihr Gesicht mit kaltem Wasser, bevor sie ihre Haare mit einem Haarband bändigte und das Bad verließ. Vor der Tür standen immer noch die passenden High Heels, die sie sich natürlich direkt anzog. Sofort wuchs sie durch die Schuhe ein bisschen höher und sie fühlte sich nun dank ihres Cosplays nicht nur lüstern, sondern auch mächtig und stark.
„Ich muss jetzt stark bleiben … ich muss … was muss ich nochmal machen?“, fragte Chloe laut und sah sich verwirrt im Flur um, bis sie die Treppe zum Dachboden sah, „Ah.“
Mit den High Heels und dem Klemmbrett bewaffnet, kletterte sie wieder die Dachluke hoch. Sie stellte fest, dass die Mimic sich in eine dunkle Ecke verdrückt hatte, und Chloe verengte die Augen wie zur Warnung für sie.
„Und bleib da!“, murmelte Chloe stieg die letzten Stufen hoch und sah sich um. Vor ihr stand immer noch der gewaltige Spiegel, der sie nur zu zeigen schien, wenn sie näherkam, doch hatte sie das Gefühl, dass noch mehr dahintersteckte. Sie machte einen Schritt auf ihn zu, doch etwas blendete sie für eine kurze Sekunde und lenkte sie ab. Sie ging einen Schritt zurück und verfolgte, woher das Licht kam. Auf einer Kommode lag ein Lederhalsband mit einem schwarzen Kristall in seiner Mitte. Daneben stand das Puppenhaus, welches Trisha mitnehmen wollte, doch stattdessen hing es nun fast von der Kante herunter.
„Vielleicht musste sie etwas anderes erledigen … oder hat es vergessen?“, überlegte Chloe laut und lenkte ihren Blick wieder auf das elegante Halsband. Das Licht der Lampe wurde durch den Kristall an ihm umgeleitet, direkt in ihre Augen. Sie ging zu der Kommode und sah skeptisch auf das Halsband herunter.
„Hübsches Halsband mit schwarzem Kristall“, murmelte Chloe und notierte es gleichzeitig, „jetzt muss ich nur noch herausfinden, was du machst …, wenn du was machst.“
Chloe nahm das Halsband hoch, als wäre es mit Rasierklingen bestückt, und hielt es vor ihr Gesicht. Der Kristall glitzerte leicht und war, soweit sie das beurteilen konnte, in feinster Handwerkskunst geschliffen. Chloe schürzte die Lippen, als sie realisierte, dass sie in den sauren Apfel beißen musste. Sie legte das Klemmbrett beiseite und schloss das Halsband um ihren Hals. Es klickte leise in ihrem Nacken und Chloe hob eine Augenbraue in Erwartung, dass sie im nächsten Moment gefesselt wurde, doch nichts geschah.
„Belastend“, murmelte sie und notierte ihre Beobachtung. Sie legte das Halsband wieder ab und wandte sich dem Spiegel zu.
„Spiegel für kurzsichtige“, sagte Chloe und notierte sich den Namen in der Liste, bevor sie Schritt für Schritt näher heranging, bis ihr Spiegelbild mit einem Mal erschien. Erneut erschrak Chloe, doch zuckte sie diesmal nur zusammen.
„Tolle Kopfgeldjägerin bist du“, ermahnte sie sich selbst und hob ihre Hand auf ihre Brust, um ihr Herz zu beruhigen. Es raste jedoch nicht wegen des Schrecks, sondern wegen des Anblicks, der sich ihr bot. Hätte Chloe es nicht besser gewusst, hätte sie wirklich geglaubt, dass vor ihr Samus Aran stand. Abgesehen von Chloes größeren Brüsten und ihrem etwas weniger durchtrainierten Körper. Sie drückte mit ihrem Finger gegen ihren Bauch.
„Ich sollte echt wieder mehr Trainieren und Schwimmen gehen. Vielleicht sollte ich Ava mal darauf ansprechen …“, murmelte sie und erwischte sich dabei, wie sie wieder das Latex auf ihrem Bauch streichelte. Sie schüttelte ihren Kopf und wollte gerade notieren, dass der Spiegel keine weiteren magischen Eigenschaften hatte, als sie ein leichtes Drücken auf ihrem Bauch spürte. Gleichzeitig nahm sie eine Bewegung vor sich wahr und erstarrte. Sie sah auf und machte große Augen, als ihr Spiegelbild nicht mehr ihre Bewegungen nachahmte. Stattdessen rieb die Hand darin weiter ihren Bauch. Chloe sah hinunter auf ihre richtige Hand, die nun verkrampft das Klemmbrett hielt.
„Was zum …“, murmelte die Blondine und beobachtete fasziniert, wie die Hand im Spiegel ihren Körper hochwanderte und sie diese gleichzeitig auf ihrem mit Latex bedeckten Körper spürte. Selbst das eben noch erschrockene Gesicht veränderte sich zu einem Lächeln, während Chloe nur mit offenem Mund vorm Spiegel stehen konnte. Sie versuchte, die unsichtbare Hand auf ihrem Körper zu ergreifen, doch ihr Spiegelbild machte eine schlagende Bewegung und wischte Chloes Hand beiseite.
„Hey! Was soll das denn! Hör auf, meinen Körper zu befummeln!“, rief Chloe belustigt und lachte, was ihr Spiegelbild zum Grinsen brachte. Ihr gegenüber bediente sich wieder an Chloes Körper und Chloe konnte nun sogar die Abdrücke sehen, welche die Hände des Spiegelbilds ihrem Körper zufügten.
„Das ist ja endlich ein fantastischer magischer Gegenstand“, murmelte Chloe und beschrieb ihre Entdeckung in ihrer Liste, bis sie ein Klopfen hörte. Ihr Spiegelbild hatte immer noch das verspielte Lächeln auf den Lippen und ihren Zeigefinger auf das Glas gelegt.
„Was?“, fragte Chloe neugierig. Ihr Spiegelbild zeigte auf das Klemmbrett und bedeutete Chloe es weg zu legen. Sie tat, wie ihr geheißen, und legte es neben sich auf den Boden, bevor sie wieder aufsah. Ihr Spiegelbild hatte nun seine Hand auf die Oberfläche gelegt und nickte ihr aufmunternd zu. Chloe runzelte ihre Stirn und sah ihr Gegenüber argwöhnisch an.
„Wir … tauschen aber nicht die Plätze, wenn ich den Spiegel jetzt berühre, oder?“, fragte sie, doch ihr Spiegelbild schüttelte nur den Kopf, leicht lächelnd, und machte mit ihrer anderen Hand ein Kreuz über ihrem Herzen. Chloe spürte es ebenfalls auf ihrer Brust und sie wusste nicht wieso, aber sie vertraute darauf, dass der Schwur ihres Spiegelbilds keine Lüge war. Sie hob ihre Hand und drückte sie gegen die Hand ihres Gegenübers. Die Spiegelfläche war zu ihrer Überraschung warm. Ihre andere Hand ergriff ihre Brust und zu ihrer Überraschung machte ihr Spiegelbild diese Bewegung wieder perfekt nach.
„Sind wir wieder eins?“, fragte Chloe doch die Lippen ihres Gegenübers bewegten sich nicht zu dem, was sie sagte. Stattdessen wurde das Grinsen nur breiter, fast schon zu einer unnatürlichen Fratze. Noch bevor Chloe darauf reagieren konnte, erschienen im Spiegel geisterhafte Hände, die ihr Gegenüber festhielten. Sofort spürte die Blondine die Hände ebenfalls auf ihren Schultern, Handgelenken, Hüfte und Waden. Chloes nervöses Lächeln wurde schwächer und verflog vollends, als die geisterhaften Erscheinungen die Hände ihres Spiegelbildes auf den Rücken drückten und das Gleiche mit ihr passierte.
„Au! Hey, was soll das!? Trisha! Trisha, ich könnte deine Hilfe gebrauchen!“, rief Chloe als Seile in ihren Händen erschienen und diese sogleich die Handgelenke ihres Spiegelbildes fesselten und streng auf dem Rücken fixierten. Chloe versuchte wegzurennen, doch sie konnte sich nicht von der Stelle bewegen und musste zusehen, wie ihr Spiegelbild gezwungen wurde, sich nach vorne zu bücken. Gleichzeitig wurde Chloe ebenfalls von der unsichtbaren Macht nach vorne gedrückt. Sie musste sich anstrengen, um in den Spiegel zu sehen, und sah noch mehr Seile, die in den Geisterhänden erschienen. Sie machten eine Schlinge um die Ellbogen und zogen sie fest zusammen, sodass sie sich berührten. Chloe keuchte auf und sah auf ihren Rücken. Sie sah die Seile nicht, nur die Abdrücke, die sie auf ihrer Latexhaut hinterließen. Jetzt geriet sie erst richtig in Panik.
„TRISHAAAA!“, schrie Chloe schrill auf und spürte, wie etwas gegen ihre Lippen drückte. Sie drehte sich nach vorne und sah, wie ihr Spiegelbild gezwungen wurde, einen roten Ballknebel in den Mund zu nehmen, und gleichzeitig wurde Chloes Mund von einem unsichtbaren Knebel aufgedrückt. Sie spürte und schmeckte eindeutig einen Ballknebel in ihrem Mund und schüttelte ihren Kopf, während die Hände ihn in ihrem Nacken verschlossen.
Wo ist sie? Schoss es Chloe in den Kopf, als ihre Beine zusammengedrückt wurden und sie weitere Seile auf ihnen spürte. Immer noch waren sie auf Chloes unsichtbar, während jede einzelne Windung auf dem Körper ihres Spiegelbilds zu sehen war. Mit Maschineller Präzision wurde ein Seil nach dem anderen über und unter ihre Knie und Knöchel gewickelt und beide Beine miteinander fixiert. Nachdem die geisterhaften Hände keine Seile mehr hatten, verschwanden sie und Chloe atmete auf. Sie hoffte, dass ihr Spiegelbild und gleichzeitig sie bald freigelassen würden, doch verfinsterte sich ein paar Sekunden später ihre Miene. Die Hände kamen zurück und diesmal hatten sie schwarzes, glänzendes Leder dabei. Bevor Chloe sich auch nur bemühen konnte, zu rebellieren, wurden ein Lederarmbinder, ihre Arme und Seile heraufgezogen. Ihre Finger wurden dabei aneinandergedrückt und konnten sich nicht mehr bewegen. Anscheinend hatten die Geisterhände ihre Maße äußerst genau genommen. Lederriemen wurden über ihre Schultern gezogen, vor ihrer Brust überkreuzt und festgezurrt. Im Spiegelbild konnte Chloe nur noch die Schultern sehen und der Rest war hinter schwarz glänzendem Leder verborgen. Die Seile drückten nun unangenehm gegen ihre Arme und jeglicher Gedanke daran, diese zu lösen, war nun verschwendet.
Ich muss hier weg! Ich muss fliehen! Schoss es Chloe durch den Kopf, doch die Hände hielten sie weiterhin fest und hoben sie nun sogar hoch. Ein Legbinder wurde ihre Beine hochgezogen und im Spiegelbild konnte Chloe die unzähligen Schnallen sehen, die sich nun eine nach der anderen zuschnallten. Ihre Beine wurden so fest gegeneinandergedrückt, dass sie so steif wurden wie ein Brett, und ein enger Gürtel um ihre Hüfte verhinderte, dass sie den Legbinder abstreifen konnte. Chloe konnte sich nun nicht mehr bewegen, aber der Spiegel war noch nicht fertig mit ihr. Die Hände hoben eine lederne Maske und ein hohes Halsband mit einem Metallring an seiner Vorderseite hoch, und Chloe schluckte. Sie schüttelte ihren Kopf hektisch, bis auch dieser wie durch einen Schraubstock festgehalten wurde. Chloe hatte gerade noch Zeit, sich zu fragen, ob eine unsichtbare Maske nicht einfach durchsichtig für sie sein würde, bis ihr Kopf von Leder umschlossen und sie in komplette Finsternis getaucht wurde. Einen Moment später wurde das Halsband geschlossen und sie wurde gezwungen, ihren Kopf steif und gerade zu halten. Chloe spürte, wie die Hände sie absetzten und auf dem Boden zurückließen, bevor die Magie des Spiegels sie endlich in Ruhe ließ.
Klasse. Echt klasse. Jetzt liege ich hier in knochenbrechenden, unsichtbaren Fesseln, kann nichts sehen und kann nicht auf mich aufmerksam machen. Dachte sie, auf dem Knebel herumkauend, doch konnte sie nicht einfach so liegen bleiben. Trotz ihrer misslichen, steifen Lage fing sie an, sich gegen die Lederfesseln zu wehren, doch sie hielten ihr stand. Sie konnte wegen des Armbinders auch keine der Schnallen öffnen oder diesen überhaupt abstreifen. Selbst mit einem Haken käme sie nicht weit, weil er so fest auf ihrer Haut saß.
Kann mich überhaupt jemand befreien, wenn derjenige nicht die Fesseln sehen kann? fragte sich Chloe und versuchte, sich auf ihren Bauch zu drehen. Nach dem dritten Versuch schaffte sie es und begann damit, sich langsam nach vorne zu robben, auch wenn sie glaubte, kaum Fortschritte zu machen. Das Leder hielt ihren Körper in Zaum und sie stöhnte über jede kleine Distanz, die sie zurücklegte.
So oder so muss ich nach unten. Hier oben findet mich ja kein Schwein … und wenn ich Trisha finde, dann kann sie …
Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als sie mit ihrem Kopf gegen etwas Hartes stieß. Kurz fürchtete sie das Schlimmste und dass im nächsten Moment die Hände und Tentakeln der Mimic nach ihr griffen, aber das blieb ihr erspart. Stattdessen hörte sie etwas sanft auf Holz hauen.
Mmmh, vielleicht kann ich herausfinden, wo ich gerade bin, wenn ich weiß, was vor mir liegt …
Dachte Chloe und stieß abermals mit dem Kopf gegen das Objekt vor ihr.
Kein Stuhl … vielleicht ein Tisch oder Schreibtisch? Stand hier oben einer? Moment. Sie klopfte noch einmal mit ihrem Kopf gegen das Holz und plötzlich erstrahlte sie unter der Maske.
Das ist die Kommode! Und dieses Klopfen ist das Puppenhaus, das über der Kante hängt! Dachte Chloe und jubelte innerlich, als das Klopfen des Puppenhauses über ihr plötzlich aussetzte und sie kurz ein Schleifen hören konnte.
Fuck.
Im nächsten Moment spürte sie das Puppenhaus auf ihren Hintern fallen und dann nichts. Sie hörte kein Aufschlagen oder berstendes Holz. Auch kein Schmerz, nur plötzlich die Stimme Trishas neben sich.
„Och Chloe … nicht du auch noch …“, seufzte das Catgirl und Chloe hörte, wie sie über ihr stand.
„MMMMHPFFF!“
„Moment … bist du gefesselt? Ha! Cool. Unsichtbare fesseln … aber … egal, komm, ich helfe dir, und dann … hoffen wir, dass wir hier schnell rauskommen …“, sagte Trisha und Chloe spürte, wie ihre Kollegin ihren Körper abtastete, bis sie eine Schnalle nach der anderen fand und Chloe aus ihren Fesseln befreite.
„Wo sind wir?“, fragte Chloe als sie einen weißen Raum vor sich fand, den sie vielleicht als Verhörzimmer bei einem Geheimdienst erwartet hätte.
„Im Puppenhaus …“, sagte Trisha düster und half Chloe auf die Beine, deren Beine zitterten, „Ich habe ausversehen die Tür berührt und ich wurde hinein gezogen. Ich hoffe nur, meine Schwester findet uns bald …“
„Was, wenn nicht?“
Trisha warf Chloe einen kurzen Blick zu und wandte sich dann ab.
„Aus Erfahrung kann ich sagen, dass wir zumindest … nicht verhungern werden … aber das ist nicht unbedingt eine gute Nachricht …“, fügte sie murmelnd hinzu und verschränkte ihre Arme, „zumindest gibt es diese sadistische Bitch nicht mehr …“

„Bin wieder da“, rief Kim durch das ganze Haus und schloss die Tür hinter sich. Unachtsam warf sie ihre Tasche und Jacke in eine Ecke und legte sich mit einem Sprung auf das Sofa. Sie wollte gerade den Fernseher anmachen, als der magische Kristall in ihrer Brust warm wurde.
„Mhm?“, murmelte Kim und sah zurück zur Wohnzimmertür. Durch den Kristall konnte sie spüren, dass jemand im Haus mit Magie spielte, und wenn nicht Celine oder Rilliana im Haus waren, wer war es dann? Sie legte die Fernbedienung weg und folgte dem Befehl des Kristalls die Treppen hoch und letztlich auf den Dachboden. Vor ihr stand ein Puppenhaus auf dem Boden, welches eindeutig mit der Magie ihrer dunklen Herrin verzaubert war.
„Mmmh“, sagte Kim erneut und setzte sich davor und strich mit einem Finger darüber. Sie spürte die Präsenz ihrer Schwester und Trisha darin. Sie waren Gefangene des Puppenhauses, bis sie freigelassen wurden.
„Oder sich jemand einen Spaß mit ihnen erlaubt“, murmelte Kim und ließ die Magie ihres Kristalles in ihre Hand strömen, um das Puppenhaus zu aktivieren. Ein breites Grinsen zierte Kims Gesicht und sie leckte sich die Lippen.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von TheLargeEmptY am 28.07.25 um 17:17 geändert
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  RE: Leon City Storys Datum:21.07.25 00:34 IP: gespeichert Moderator melden


Die Tage habe ich mich erst gefragt, wann wir mit einer Fortsetzung belohnt werden und da ist sie schon, vielen Dank! 🥳

Und es geht spannend weiter, ob die beiden wohl gerettet werden oder doch vom wem anders gefunden werden?
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  RE: Leon City Storys Datum:21.07.25 17:03 IP: gespeichert Moderator melden


Gern geschehen! Ich wollte eigentlich vor ein paar Wochen damit fertig sein aber ich habe jetzt einen Job und muss noch schauen wie ich das alles manage XD
Keine sorge ich werde weiter schreiben ^^

Was jetzt passiert? Nun ich denke Kinky fun! Zumindest für Chloe! Trisha könnte ein bisschen angepisst sein Lol
was genau bin ich noch am überlegen!
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  RE: Leon City Storys Datum:22.07.25 16:31 IP: gespeichert Moderator melden


Klingt so oder so aufregend, bin gespannt wie es weiter geht 🎉

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  RE: Leon City Storys Datum:27.07.25 22:32 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,

liest sich mal wieder Erstklassig, ich bin gespannt wie es weiter geht.

P.S. EmptY ich hab da noch eine kleine Frage die meinen inneren Monk umtreibt, ich weiß es ist trivial aber warum hast du Mimic in dem Teil 2x Mimik und 8x Mimic geschrieben.
Sorry sorry sorry aber das lässt meinem inneren Monk gerade ein wenig zu Klaus Kinsky mutieren.
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  RE: Leon City Storys Datum:28.07.25 06:54 IP: gespeichert Moderator melden


Dankeschön, mir gefällt sie auch super gut!

Die Nummer mit den mimics? Nun auch wenn ich jetzt einen Bürojob habe so habe ich doch immer noch eine rechtschreib schwäche. Mein rechtschreiben tool filtert die zwar raus und dan anhören danach den rest aber da C und K in mimic und mimik sich gleich anhören ...

Ich änder das sobald ich home bin


~Done

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von TheLargeEmptY am 28.07.25 um 17:27 geändert
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  RE: Leon City Storys Datum:16.08.25 18:26 IP: gespeichert Moderator melden


LCs 33
Gefangen im verfluchten Horny Jail


Mit einem belustigten Lächeln stand Kim über dem Puppenhaus und formte sein Inneres nach ihren Wünschen um. Gleichzeitig durchströmte die Magie ihrer Herrin ihren Körper. Ein berauschendes Gefühl. Eine Idee erschien in ihren Gedanken und sie gefiel ihr. Eine wundervolle Strafe für ihre sexsüchtige Schwester und ein geeignetes Gefängnis für Celines Schwester. Trisha diese nichtsnutzige Shifterin. Sie musste bestraft werden.
„Sie muss für das bezahlen, was sie meiner Herrin angetan hat!“, murmelte Kim, während ihre Augen anfingen, schwarz zu flackern, als die Magie in ihr stärker wurde und ihren Körper übernahm. Ihre Herrin wusste, was zu tun war. Ihre Herrin wollte Rache und Kim würde ihr diese geben.



Chloe und Trisha standen in einem komplett weißen Raum. Während erstere sich unwohl umsah, schien die zweite sich mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben. Chloe schaute zu Trisha während die Shifterin sich auf den Boden setzte, sich an die Wand anlehnte und die Arme verschränkte. Die Blondine selbst runzelte nervös die Stirn und setzte sich zögerlich neben Trisha.
„Ich beiß’ nicht“, murmelte Trisha.
„Ich weiß … ich kann dich nur bisher nicht so gut einschätzen … erst naja der ganze Tag und dann der Brief … Danke für das Geschenk übrigens.“
„Gern geschehen … Ich muss zugeben, der Anzug steht dir ausgezeichnet und er sollte auch ein paar der alten Tricks von Celine auf Lager haben, zusätzlich zum neuen kram wie Problemlosen auf Toilette gehen und so. Schließlich sollst du nicht nur wie Samus aussehen, sondern dich auch so fühlen. Siehst übrigens wirklich aus wie sie … bis auf den hier“, sagte Trisha kichernd und piekste mit einem ihrer Finger in Chloes Bauch. Sofort schreckte die Blondine lachend zurück, als der Finger sie kitzelte.
„Hey! Komm schon, ich habe gerade angefangen, dich zu mögen“, sagte Chloe scherzhaft und gab Trisha einen Knuff auf die Schulter, den sie lächelnd annahm.
„So, ähm …“, fing Chloe an und umarmte ihre Beine mit ihren Armen und drückte sie an ihre Brust.
„So, ähm …?“
„Wann kommen wir hier raus?“, fragte Chloe und deutete auf den leeren weißen Raum von der Größe einer Doppelten Gefängniszelle.
„Sofort, wenn uns Celine findet. Vielleicht ein wenig länger, wenn Rilliana oder Phae uns finden. Ifry könnte auch schnell gehen, aber … das spielt nicht wirklich eine Rolle. Die Zeit hier läuft … anders. Mal schneller, mal langsamer, aber …“, sagte Trisha und biss hart ihre Zähne zusammen.
„Was ist los?“
Trisha hob ihre Hand und streichelte sich über den Mund, bevor sie tief ausatmete und zu Chloe sah.
„Nichts …“
„Na komm schon … du wirst doch nicht der Kopfgeldjägerin Samus Aran mit Schweigen strafen! Und ich bin auch neugierig, wenn du mit ‚sadistischer Bitch‘ gemeint hast und warum sie nicht mehr da ist.“
Trisha sah sie einen Augenblick lang an, bevor sie sich abwandte, den Kopf schüttelte und dann mit einem sanften Lächeln zu Chloe sah.
„Das hast du gehört was? Nun … dieses … Puppenhaus“, fing Trisha an und zeigte auf die den Raum, „Gehörte der Partnerin meiner Schwester … vor der Zeitreise von uns beiden und Terra natürlich. Sie war eine Dämonin wie Ifry und durch einen Fehler meiner Schwester an die Erde gekettet. Als Celine jung war und Beschwörungen geübt hat, ist etwas schiefgegangen und … Celine konnte sie nicht mehr nach Hause schicken.“
„Aber Partnerin? Sie muss doch wütend gewesen sein, dass sie …“
„Jup sehr wütend. So wütend das sie es an Celines kleiner Schwester ausgelassen und mich hier zu ihrer Belustigung eingesperrt hat“, murmelte Trisha und starrte mit leeren blick auf die weiße Wand vor sich, „Celine wolle es nicht wahr haben bis … sie gesehen hat, wie Grausam sie sein kann. Leider ein bisschen spät.“
Ihre Hand wanderte zu ihrem linken Ohr und zeigte auf den goldenen Ring, der in ihm verankert war.
„Tut mir leid, Trisha …“
Das Catgirl lächelte sie wieder an.
„Hey, alles gut. Das Einzige, was ich von ihr habe, ist ein Loch im Ohr und eine Angst vor Nadeln. Den Ring habe ich später rein gemacht und er sieht doch Cool aus oder?“, fragte Trisha und Chloe nickte leicht, „Noch dazu sind Celine und ich bessere Schwestern als je zuvor und wir haben gegen sie gewonnen. Rilliana hat die Bitch getötet und die Welt von ihr befreit. 800 Jahre später und wir sind hier.“
„Im Puppenhaus der Bitch?“
„Ja … in Jinaras Puppenhaus …“
„Jinara …“, murmelte Chloe und sah auf, als die Decke anfing, blau zu leuchten, „Oh! Schau da geschieht etwas!“
Trisha folgte ihrem Blick und ihr Lächeln verschwand, als das Leuchten heller und die Decke im nächsten Moment von blauem Feuer verschlungen wurde. Sie stand auf, mit einem Gesichtsausdruck voller Panik, Fassungslosigkeit und Wut.
„Chloe, steh auf und bleib hinter mir! Das sind nicht unsere Freunde!“, fauchte Trisha und fuhr ihre Krallen aus, die im Schein anfingen zu glänzen wie schwarze Diamanten. Chloe sprang auf ihre Beine und stellte sich hinter Trisha.
„Was passiert hier?“
„Riesengroße Scheiße“, knurrte Trisha als das Feuer auf die Wände und den Boden übersprang. Es verbrannte die beiden Frauen nicht, aber es veränderte den Boden und hinterließ weiße Polster.
„Das erklärt nicht wirklich, was hier passiert“, kommentierte Chloe. Die Shifterin drehte ihren Kopf und diese schluckte, als sie die gefletschten, scharfen Zähne sah. Trisha meinte es ernst und Chloe versuchte, die Lage auch ernster zu nehmen, doch die gepolsterten Wände und der Boden machten es ihr nicht einfach.
Eine Gummizelle ist doch nicht so schlimm, oder? Ist das Puppenhaus nicht so ähnlich wie das C&T-Event von vor ein paar Stunden? Überlegte Chloe als sich eine Tür vor ihnen materialisierte und sich knarrend öffnete. Zuerst konnte Chloe Hände sehen, welche die Tür beiseiteschoben, und dann die leeren Gesichter von Holzpuppen, die ihre Arme nach ihnen ausstreckten. Sie trugen Krankenschwesternuniformen und eine von ihnen hatte sogar orange Latex-Zwangsjacken dabei. Die Blondine sah sie stirnrunzelnd an und schluckte nervös bei dem Gedanken, wie sie sich wohl anfühlen würden. Trisha allerdings hatte andere Pläne. Ihr Körper begann zu zittern. Chloe dachte erst, dass die Angst sie überwältigte, doch als sie gerade ihre Hand ausstrecken wollte, um sie zu beruhigen, sah sie auf Trishas Armen und Beinen. Ihre Adern waren deutlich zu erkennen, als sie unter ihrer Haut hervortraten. Sie duckte sich leicht und ihre Haut wurde auf das Maximum gespannt, als ihre Muskeln wuchsen und ihre Haare länger und zerzauster wurden.
„T … Trisha?“, fragte Chloe verunsichert, als sie die Shifterform von dem Catgirl zum ersten Mal sah, doch Trisha antwortete nicht, als sie in diesem Moment nach vorn sprang und auf die hölzernen Puppen zu. Ein blitzender Schlag streckte eine der Puppen nieder und sie zerberstete in tausend Splitter. Chloe hob sofort ihre Hände vor ihr Gesicht und spürte, wie das Holz dagegenprallte. Ihre Verteidigung war allerdings nicht perfekt und einige der Splitter flogen an ihren Ohren vorbei. Chloe zuckte im selben Moment zusammen, als sie ein leichtes Stechen auf ihrer Wange spürte. Ihre Latexhände berührten die Stelle und ihre Finger fanden Blut. Sofort wurde die junge Blondine bleich im Gesicht, als ihr klar wurde, in was für einer Situation sie steckte. Dies war kein Spiel wie in Celines Simulationskammer oder in ihrem Videospiel von heute. Dies war die Realität. Trisha und sie waren wirklich in Gefahr. Chloe stolperte zurück und gegen die gepolsterte Wand hinter sich. Mit panisch weit aufgerissenen Augen konnte sie nichts anderes machen, als zusehen, wie mehr und mehr der Holzpuppen sich in den Raum zwängten und langsam anfingen, Trisha zu übermannen. Eine von ihnen schaffte es, das Handgelenk der Shifterin zu ergreifen. Trisha schlug sofort mit ihrer anderen Kralle zu und stöhnte auf, als zwei weitere Puppen sich gegen sie warfen. Nur durch ihre stärkere Form schaffte sie es, standzuhalten, doch es kamen immer mehr. Trisha erhob ihre Hände und ließ sie blitzschnell nach unten rasen. Vier weitere Puppen fingen ihre Klauen ab, und dies war nun auch für Trisha zu viel. Sie warfen das Catgirl zu Boden und sie schnappte nach Luft, als sie unter den Holzpuppen begraben wurde. Ihre Muskeln zuckten und sie versuchte, wieder Herrin über ihren Körper zu werden.
„Chloe! Lauf! Verschwinde!“, rief Trisha während sie auf den Boden gepresst wurde. Chloe ließ sich das nicht zweimal sagen und ihre Beine trugen sie davon. Schneller, als sie sich je bewegt hatte. Sie rannte um den Holzpuppenberg herum, zur Tür, und sprintete hindurch. Mit einem Blick nach rechts sah sie nur einen langen Gang mit unzähligen Türen und mehr Puppen, die in ihre Richtung eilten. Mit einem Mal spürte Chloe eine weitere Welle der Furcht über sich hinwegrollen, als sie sich an das verdammte Bondage-Hotel erinnert fühlte. Schnell wandte sie sich nach links und prallte prompt gegen etwas Weiches. Sie stolperte zurück und fiel zu Boden. Sie sah hoch und sah eine große Frau mit langen blauen Haaren. Ihre Brüste waren gewaltig und wurden nur von einer weißen Latexuniform gehalten. Sie hatte dazu einen schwarzen Bleistiftrock an und in ihrer Hand eine Reitergerte, die sie verspielt in ihrer Hand drehte. Ihre untere Gesichtshälfte hatte sie unter einer Latexmaske verborgen und ihre blauen Augen schauten spöttisch auf Chloe hinunter.
„Ooh, versuchen unsere Patienten, ihre Behandlung vorzeitig abzubrechen?“, fragte die Frau, und Chloe verengte ihre Augen, als die Stimme ihr merkwürdig bekannt vorkam. Allerdings konnte sie nicht sagen, woher. Der dämonische Unterton schien ihre Erinnerungen zu beeinflussen. Doch bevor Chloe einen weiteren Gedanken an die Frau vor sich vergeuden konnte, sprang sie auf und stolperte nach hinten, nur um von zwei Holzpuppen ergriffen zu werden. Sie hakten sich unter ihren Armen ein und hoben Chloe so hoch, dass ihre High Heels über dem Boden baumelten.
„Äh … Ich würde gerne ihre Anstalt verlassen“, murmelte Chloe und sah verunsichert auf, als die Direktorin des Irrenhauses sie angewidert studierte.
„Bringt sie in eine Einzelzelle und steckt sie in ihre neue Uniform“, erklärte die Direktorin, ohne auf Chloes Bitte einzugehen, „ihr ist nicht erlaubt, weiterhin diese Lumpen zu tragen!“
„LUMPEN!“, rief Chloe empört und verstummte, als sie die Gerte unter ihrem Kinn spürte.
„Still. Sei froh, dass meine Puppen ausreichen, um dich zu behandeln, du notgeile Bitch. Ich habe eine … interessantere Patientin“, sagte die Direktorin und kniff in Chloes Wange. Sie wandte sich ab und ging in die Zelle zu Trisha. Die schwere Tür schloss sich mit einem dumpfen Knall und Chloe wurde im selben Moment von den Puppen zu einer anderen Zelle geschleppt. Ihre Füße rutschten über den glatten Boden und jegliches Zappeln war nutzlos im Griff der Krankenschwestern. Sie zogen Chloe in eine baugleiche Zelle und die Tür schloss sich mit einem Knall hinter ihnen, wie von Geisterhand. Die Holzpuppen zogen Chloes Hände auf den Rücken, wo eine von beiden sie festhielt.
„Lasst mich los, verdammt!“, rief Chloe und beugte sich mit ihrem Körper nach vorn. Sie zog mit aller Kraft, aber ihre Hände hätten auch in Handschellen stecken können. Ihr Mut verließ sie, als sie realisierte, wie stark Trisha gewesen sein musste, um sich immer wieder loszureißen und dennoch überwältigt zu werden. Sie senkte ihren Kopf und spürte, wie die zweite Puppe anfing, an ihrem blauen Catsuit herumzufummeln. Die Holzhände schienen einen Reißverschluss zu suchen, doch fanden sie keinen.
Wie auch? Er hat gar keinen. Dachte Chloe und fürchtete, dass die Puppen ihr den Anzug von der Haut reißen könnten und somit Trishas tolles Geschenk ruinieren würden. Tatsächlich suchten die Hände immer energischer, bis Chloe spürte, wie sie ihren Hals untersuchten. Die Puppe versuchte, mit ihren Fingern zwischen das Latex und ihre Haut zu kommen. Chloe machte einen Schmollmund und ihre Lippe fing an zu zittern, doch etwas stimmte nicht. Sie sah auf und versuchte, ihren Nacken herunterzusehen, was die Puppe an ihrem Hals machte. Die Finger schienen nur mit Mühe unter das Latex zu gelangen, und selbst daran zu reißen, brachte nichts. Mit Erstaunen sah Chloe wie der Anzug sich sofort selbst flickte, wenn die hölzernen Hände einen Riss in ihm verursachten. Es sah so aus, als würde sie einer Verletzung, beim Heilen zusehen, nur in 200 000-facher Geschwindigkeit. Jeglicher Fortschritt, den die Puppen machten, war innerhalb von Sekunden wieder zunichtegemacht, und Chloe spürte die immer größer werdende Frustration, trotz der leeren Gesichter. Die Holzpuppe, die versuchte, ihr den Anzug vom Körper zu reißen, hob letztlich ihre Arme in die Luft, wie um zu sagen: „Scheiß drauf!“, und ging aus der Zelle, nur um kurz darauf mit einem Bündel Orangenlatex zurückzukommen.
„Hey, hey, hey! Wir müssen doch nichts überstürzen!“, rief Chloe panisch, als sie sich erneut an das Bondage-Hotel zurückerinnerte, doch wurde sie plötzlich ganz still, als die Holzpuppe das Bündel ausklappte. Es war eine orange Latex-Zwangsjacke mit einem Dutzend Schnallen und schwarzen Laschen, die leise klapperten.
„Ich mein …“, Chloe verstummte, als ihr Herz zu klopfen begann, nicht aus Angst, sondern aus Neugier. Etwas in der Farbe des Latex vor ihr, fesselte ihre Augen auf die Jacke, und zudem hatte sie noch nie eine Zwangsjacke tragen dürfen. Nicht mal in den vielen Monaten in Celines Werkstatt. Ihre Kollegin Phae hatte bisher immer die Ehre gehabt und wendete sich glücklich in ihrer eigenen Umarmung. Chloe erwischte sich immer wieder dabei, neidisch auf den kleinen Engel zu sein, aber jetzt sollte sie endlich erleben, wie sich eine Zwangsjacke anfühlte – und noch dazu eine aus Latex. Chloe schluckte ihren Speichel hinunter, der sich in ihrem Mund gesammelt hatte, doch ihr Gesicht gefror, als sie sah, was die Holzpuppe noch in der Hand hielt. Metallbänder, die miteinander verbunden waren, ein Gürtel aus schwerem Stahl.
„Nein … NEIN, NEIN, NEIN!“, rief Chloe panisch und wehrte sich mit neuem Eifer gegen die Holzpuppe hinter sich. Diese hob als Reaktion Chloes Arme hoch, sodass sich die Blondine nach vorn beugen musste, um sich nicht zu verletzen.
„Bitte keinen Keuschheitsgürtel! Alles nur das nicht!“, rief Chloe verzweifelt und stöhnte auf, als ihre Arme noch ein bisschen höhergehoben wurden, um sie zum Schweigen zu bringen. Bevor sie noch weitere Proteste von sich geben konnte, wurde der Keuschheitsgürtel um ihre Hüfte geschlossen. Ein Metallbügel wurde durch ihren Schritt gezogen und Chloe spürte, wie etwas gegen ihre Vorder- und Hintertür drückte. Noch bevor sich die Blondine beschweren konnte, wurde sie auf den Boden gezwungen. Während die Puppe, die ihre Arme hielt, sich nun auf sie setzte, fing die andere an, ihre Füße zu untersuchen, die immer noch in den futuristischen High Heels steckten.
Sag mir nicht, die bekommt sie auch nicht ab? Dachte Chloe und drehte stöhnend ihren Kopf, um einen Blick nach hinten zu riskieren. Und tatsächlich konnte sie sehen, wie die Holzpuppe wieder an ihrer Kleidung scheiterte, unfähig, ihr die Schuhe auszuziehen und durch mörderisch hohe Ballettstiefel zu ersetzen. Chloe atmete erleichtert auf und grinste in sich hinein. Diese Schuhe wären bestimmt eine Tortur für sie geworden. Nicht, dass der Keuschheitsgürtel schon reichen würde. Sie rollte mit den Augen und versuchte, an etwas anderes zu denken, bevor sie gezwungen wurde, sich hinzuknien. Die zweite Puppe hatte erneut aufgegeben und sie gingen nun dazu über, ihre Arme in die Ärmel der Zwangsjacke zu stecken. Sofort wusste Chloe, dass sie eng war. Sehr eng. Zwar rutschten ihre Arme ohne Probleme durch das Latex, aber es spannte sich über ihren Anzug und ließ keinen Platz für Luft. Es fühlte sich fast so an, als würde ein Unterdruck in den Ärmeln entstehen und ihre Hände in einem Vakuum fixieren. Chloe schluckte. Sich aus der Zwangsjacke zu befreien, war plötzlich nur ein ferner Traum von ihr, und sie wusste eigentlich auch nicht, ob es überhaupt einer war. Der breite Reißverschluss war noch nicht ganz ihren Rücken hoch zugezogen worden, und sie war bereits in das Gefühl verliebt. Schicht auf Schicht von unbeugsamem Latex, und sie steckte darin fest. Ihre Gedanken blendeten alles andere aus und ihre Arme bewegten sich, schienen sich wie von selbst durch einen Gurt unter ihren Brüsten zu bewegen. Sekunden später war die Selbstumarmung perfekt und nicht mehr lösbar. Chloe konnte nun erneut das Klappern der Schnallen hören und wie ein Gurt nach dem anderen zugezogen wurde. Ein letzter Umschloss ihren Hals und sicherte gleichzeitig den Reißverschluss. Als letztendlich wurden die schwarzen Gurte durch ihren Schritt geführt und festgezogen, was den Keuschheitsgürtel noch tiefer trieb.
„Fuck“, murmelte Chloe als sie daran erinnert wurde, dass sie das verfluchte Metall trug, und sie aus ihren Träumen gerissen wurde.
„Bitte nehmt ihn mir ab. Steckt mich von mir aus in eine Zwangsjacke und was immer ihr wollt, aber bitte …“, fing sie an, doch ihre Worte stießen auf taube Ohren. Chloes Blick glitt ihren Körper hinunter zu dem Stahl um ihre Hüfte und ihre Beine, und ein Schauer breitete sich auf ihrem Nacken aus. Das Schloss, das an seiner Front hing, war dick und zusätzlich gesichert mit einer weiteren Verriegelung. Chloe bezweifelte, dass sie in ihrem jetzigen Zustand dieses mit einem Schlüssel, geschweige denn mit Dietrichen, öffnen konnte. Verbittert biss sie sich auf ihre Unterlippe und schaute sich den Rest ihrer Uniform an. Zwar bissen sich die orange Zwangsjacke und das blaue Latex ihres Anzugs, aber dennoch konnte Chloe darin eine gewisse Schönheit sehen, welche sich im Licht der Gummizelle reflektierte. Unter einem der Gurte direkt auf ihrer Brust stand in großen Lettern „Gefangene“ und an den Ärmeln waren mehrere D Ringe angebracht, welche die Holzpuppen nun benutzten, um sie an die Gummiwände anzuleinen. Selbst wenn nun die Zellentür offenstand, würde sie erst diese Fesseln lösen müssen, um sich aus ihr herauszubewegen.
„Danke, dass ihr mir zumindest so viel Spielraum lasst, dass ich sitzen kann“, sagte Chloe trocken, während die Puppen ein letztes Schloss anbrachten und sich nun vor sie stellten. Sie schienen die junge Blondine zu beobachten, auch wenn sie keine Augen hatten. Chloe wurde davon nicht gerade beruhigt, doch schienen die Puppen zufrieden, verbeugten sich vor ihr und verließen die Zelle.
„Hey! Moment, das ist jetzt alles, oder was?“, rief Chloe ihnen hinterher, und in dem Augenblick, in dem die Zellentür zuschlug, wurde das Drücken in ihrem Schritt stärker. Eine Sekunde später fingen die Beulen an im Inneren des Keuschheitsgürtels zu vibrieren und sofort rollten Chloes Augen in den Hinterkopf, als ihre Lust vollends Gewalt über ihren Körper gewann.
„Vielleicht ist der Gürtel gar nicht soooo schlecht“, keuchte sie und ihre Knie fingen an zu zittern. Chloe ließ sich zu Boden sinken und stöhnte lüstern auf.



In der Zwischenzeit war Trisha unter einem Haufen Holzpuppen begraben worden. Als sie damit angefangen hatten, ihre Kleidung vom Körper zu reißen, hatte sie im Gegenzug dasselbe mit den Puppen getan. Erst als noch mehr von ihnen in den Raum stürzten, konnten sie Trisha letztlich überwältigen und pinnten sie nun auf dem Boden.
„Feiglinge! Lasst mich los, verdammt, oder ich schwöre euch, jede einzelne von euch wird als Brennholz für den kommenden Winter dienen!“, schrie Trisha unter den Bergen aus Holz und Latex hervor, doch anscheinend schien keine der Puppen sich angesprochen zu fühlen. Stattdessen spürte Trisha wie eine neue Präsenz die Zelle betrat und stumm auf sie hinuntersah. Trisha wusste sofort, dass dies der Magier sein musste, der die Kontrolle über das Puppenhaus genommen hatte, und in ihrem Zorn war es ihr sogar egal, ob Celine oder Rilliana vor ihr stand und sich einen Scherz erlaubten.
„Ich warne dich. Sobald ich hier rauskomme …“
„Du meinst, falls du hier rauskommst …“, sagte eine kalte Stimme. Sie kam Trisha unglaublich bekannt vor, doch konnte sie nicht sagen, wo sie die Stimme schon mal gehört hatte. Noch dazu schien sie nicht 100 % menschlich zu sein oder war magisch verändert. Jedes Wort bohrte sich in ihre Ohren und Trishas Instinkte sagten ihr, dass vor ihr eine mächtige Magierin stand.
„Wer ist da?“, forderte Trisha die Fremde mit vor Wut bebender Stimme auf.
„Deine Wärterin, deine Herrin, deine Peinigerin“, sagte die Magierin, und ihre Stimme brachte Trishas Magen zum Umdrehen. Sie hörte ein peitschendes Geräusch und Trisha spürte von einem Moment auf den anderen, wie ihre Shifterform gewaltsam beendet wurde. Mit einem Mal waren die Holzpuppen viel schwerer als noch vor wenigen Sekunden, und Trisha schnaufte angestrengt. Glücklicherweise stand eine nach dem anderen von ihr auf, doch hielten sie die Shifterin weiterhin fest. Ihre bereits zerrissene Kleidung wurde ihr vom Körper gerissen, und endlich konnte Trisha einen Blick auf ihre Wärterin werfen. Ihre Augen verengten sich, als sie jede Einzelheit aufnahm und in ihrem Kopf abspeicherte. Lange blaue Haare, große Brüste, enges, hinderliches Latexgewand und eine dunkle Aura. Niemand, den sie kannte, hatte diese Beschreibung, doch zog sie ihre Augenbrauen zusammen, als sie die Augen ihres Gegenübers sah. Ein sanftes blau, welches überhaupt nicht zu der Situation passte und ihr ebenfalls bekannt vorkam. Allerdings war in ihnen ein dunkles Flackern, welches das Blau zu verscheuchen versuchte.
„Was?“, fragte die Magierin und stemmte eine Hand in ihre Hüfte, während die andere mit einer Reitergerte spielte. Der Blick, den die Shifterin ihr gab, gefiel ihr ganz und gar nicht.
„Bist du das, Kim?“
Kims Mund klappte entsetzt auf und sie ließ die Gerte fallen.
„Was? Woher … Was?“, stammelte Kim, die im Bruchteil einer Sekunde ihre ganze dunkle Aura verlor und Augen so groß wie Teller machte.
„Ich muss sagen deine verwandlung ist nicht schlecht. Größere Brüste, blaue Haare … Natürlich die Magie selbst sollte normalerweise von dir ablenken, aber deine Augen …“, murmelte Trisha während sich ihre Wut in Besorgnis umwandelte, „seit wann beherrschst du Magie?“
Kim stolperte von Trisha weg und ihr Gesicht wurde bleich wie Kreide. Selbst das Flackern in ihren Augen hatte aufgehört.
„Da … Das ist ein ge … Geheimnis!“, stotterte Kim, die auf einmal wieder das schüchterne Mädchen war, welches Zuflucht vor der großen, gefährlichen Stadt suchte.
„Seit wann, Kim? Oder bist du nicht mehr Herr deiner Sinne? Weiß Celine davon?“, fragte Trisha nach und spürte langsam, wie die Puppen sie losließen. Doch wagte sie nicht, aufzuspringen oder noch schlimmer, Kim zu attackieren.
„Kim! Sprich mit mir!“, rief Trisha als Kim sich halb abwandte, während sie zitternd zusammenbrach. Gleichzeitig verdeckte sie mit der einen Hand ihr Gesicht, während die andere sich in die Mitte ihrer Brust krallte. Trisha sah zu, wie Kims Verwandlung Schritt für Schritt verschwand. Die Frau vor ihr wurde kleiner und ihre blauen Haare wurden blond.
„Ich … arg! Herrin, bitte, sie ist eine Freundin. Bitte!“, rief Kim, und Trisha konnte sehen, wie unter Kims Hand Tränen flossen.
„Kim … lass uns hier raus und dann gehen wir zu Celine. Sie wird die Dinge richten können …“, sagte Trisha mitfühlend und lächelte die kleine Magierin an. Kim sah zu ihr und für einen Augenblick konnte Trisha ebenfalls ein Lächeln sehen, doch es verschwand eine Sekunde später. An seiner Stelle erschien eine Fratze, die wie im Wahn anfing zu lachen. Gleichzeitig wurden Kims Haare wieder blau und sie nahm an Größe zu. Die blauen Augen verschwanden hinter den schwarzen Flammen, bis diese pechschwarz waren.
„HAHAHAHAHAHA! Nicht schlecht, Trisha, fast hättest du mich so weit gehabt!“, rief Kim und stand auf. Die schüchterne Kim war wieder hinter einer dunklen Aura verschwunden, und gerade als Trisha aufspringen wollte, wurde sie gepackt und wieder zu Boden gedrückt.
„Was hast du mit Kim gemacht?“, fragte Trisha ruhig, nachdem sie feststellte, dass es, für sie kein Entkommen von den Puppen gab.
„Aber Trisha, liebes … Ich bin Kim!“
„Lüg mich nicht an!“
Kims Mundwinkel verzogen sich angeekelt und ihre Hände durchstreiften ihr Haar. Sie hinterließen Hörner, die aus ihrem Kopf wuchsen und spitz endeten. Schattenhafte Flügel wuchsen aus ihrem Rücken und sie schienen das ganze Licht aus der Zelle zu saugen. Trishas Mund wurde so dünn wie ein Strich, während in ihr alle Gefühle hochkochten, die sie glaubte, in der Vergangenheit zurückgelassen zu haben.
„Jinara …“
„Ganz recht, Trisha … hast du mich vermisst?“
„Nein“, sagte Trisha verbittert und biss ihre Zähne zusammen, „Ich sehe schon. Rilliana hat dich nicht getötet.“
„Zugegeben, es war knapp“, sagte Jinara mithilfe von Kims Stimme und Mund, was das Catgirl zur Weißglut brachte.
„Lass Kim frei, und ich verspreche dir, ich vollende das, was Rilliana angefangen hat.“
„Yeah, Natürlich Trisha. Ich warte 800 Jahre auf mein großes Comeback und lasse mich dann von dir besiegen? Mach dich nicht lächerlich. Selbst wenn ich das zulassen würde, bezweifle ich, dass du mir überhaupt ein Haar krümmen könntest“, sagte Jinara und lachte höhnisch, „Nein … wie damals wirst du meine kleine private Gefangene sein, aber diesmal für den Rest deines Lebens …“
Jinara schnippte mit den Fingern und die Puppen zwangen Trisha ihre Beine in einen orangen Latexanzug zu stecken. Er schmiegte sich an ihren Körper wie eine zweite Haut. Trisha bemerkte sofort, dass er perfekt auf ihren Körper zugeschnitten war. Er hatte sogar eine Öffnung für ihren Schweif. Die Holzpuppen hielten sie mit einem eisernen Griff fest und schlossen Trisha in dem Latexanzug ein. Bis auf ihren Kopf, ihren Schweif und ihre Hände war sie nun vollkommen bedeckt von ihm. Trisha sah angewidert ihren Körper hinunter und las ihren Namen auf ihrer Brust.
„Tzz“, sagte sie und sah auf, „Bild dir ja nichts auf deine alten Tricks ein. Ich bin hier schneller raus, als du glaubst, und werfe dich persönlich in die Hölle zurück, aus der du gekrochen bist.“
„Das ist doch der ganze Witz Trisha. Ich kann nicht zurück. Du allerdings kannst hierbleiben.“
Jinara winkte ihren Puppen zu, die Trisha auf die Beine zogen. Die Holzpuppen drückten sie nach hinten an die Wand. Trisha konnte hinter sich Maschinen hören, die anfingen zu surren und zu zischen. Mit einem Blick nach hinten konnte sie sehen, dass sich ein stählerner Ring formte, mit schweren Fesseln, die zweifelsfrei für ihre Arme und Beine waren. Ihre Hände wurden als Erstes darin eingeschlossen und sie fühlten sich so an wie Klammern, die fest um ihre Handgelenke gedrückt wurden. Es folgten ihre Fußgelenke und im nächsten Moment hing sie in der Mitte des Metallrings und starrte finster auf Jinara hinunter.
„Und jetzt?“, fragte Trisha mit bebender Stimme, als die Puppen endlich von ihr abließen.
„24/7 Folter für dich, Shifter, bis du mich anflehst, dich zu erlösen“, sagte Jinara und drückte ein paar Tasten auf einem Tablet. Sofort wurden Trishas Fesseln enger und sie wurde unangenehm gestreckt. Sie stöhnte, als ihr Körper anfing zu rebellieren, doch das Ziehen stoppte, bevor es zu schmerzhaft wurde. Trisha atmete auf, doch stockte sie, als etwas in ihren Schritt drückte. Angestrengt schaute sie nach unten und sah einen Vibrator. Er war aus dem Ring gefahren und drückte sich nun fest gegen ihren Schritt.
„Nein … Das wagst du nicht …“
„Oh. Doch, viel Spaß, und denk gar nicht daran, zu entkommen. Für die nächsten … Monate? Jahre? Ach, hier drin spielt, das ja auch keine Rolle mehr, hahahahahaha!“, lachte Jinara und hob die Peitsche auf, bevor sie Trishas Brüsten einen kräftigen Schlag damit versetzte. Trishas Augen schlossen sich und sie biss ihre Zähne zusammen, um ja keinen Mucks von sich zu geben.
„Was hältst du von 999 mehr davon?“, fragte Jinara während im gleichen Moment der Vibrator anfing, auf Volllast zu vibrieren.
„Leck mich!“
„Keine Sorge, Trisha. Nicht mehr lange und du wirst es dir von Herzen wünschen!“

Chloe konnte nicht klar denken, nicht mal aufrecht stehen. Alles, was sie konnte, war, frustriert auf dem Boden herumzukriechen und laut zu stöhnen. Die Vibrationen in ihrem Schritt ließen nicht zu, dass sie einen Orgasmus bekam, und schalteten sich immer wieder ab, kurz bevor es so weit war. Der Keuschheitsgürtel ließ nicht zu, dass sie sich selbst abfertigen konnte, auch wenn dies sowieso ein unmögliches Unterfangen war. Ihre Arme waren immer noch in der Zwangsjacke gefesselt und keiner der Riemen schien auch nur ansatzweise lockerer geworden zu sein.
„Fuuuuuuuuuuck“, murmelte Chloe während Speichel ihren Mundwinkel hinunterlief und auf den weichen Boden tropfte. Frustriert strampelte sie gegen den Griff der Latex Jacke an, doch wie zuvor musste sie feststellen, dass ihre Arme sich nicht bewegten und wie in Blei gegossen unter ihren Brüsten festhingen.
„Was ist das für ein verdammter Ort! Ich will kommen, aber dieser Scheißgürtel! Er muss auch verflucht sein, oder so!“, fluchte Chloe und rollte auf dem Boden hin und her. Die Metallglieder, die sie an der Wand ketteten, wickelten sich dabei um ihren Körper und verstärkten die Fesselung noch weiter. Als Reaktion darauf wurde Chloe noch geiler, doch im selben Schritt ließ die Vibration im Gürtel nach und ließ sie nur noch frustrierter zurück.
„Verdammte Magie!“, schrie Chloe auf und stampfte mit ihren Beinen auf dem Boden auf wie ein trotziges Kind in einem Wutanfall, „Ich … Ich muss hier raus und mich aufschließen lassen! Ich halte das nicht mehr aus, ich muss …“
Chloe sah sich in der Zelle um, doch die schwere Tür vor ihr war so unerreichbar wie zuvor. Nicht dass sie sich Hoffnungen machte, sie überhaupt öffnen zu können.
„Erst muss ich … oh verdammt …“, murmelte sie, als sie einen klaren Kopf bekam und die Vibrationen in diesem Moment wieder zunahmen, „Haaaaa! Erst von den Ketten … Jetzt! Bitte … FUUUUUUUCK!“
Erneut blieb sie frustriert zurück, ohne einen Orgasmus erreicht zu haben, doch ihre Gedanken ordneten sich schneller wieder zusammen. Bevor der Gürtel einen erneuten Großangriff auf ihren Schritt machen konnte, stellte sie sich auf ihre wackligen Beine. Sie sah die Ketten an, die sie an die Wand fesselten, und hoffte, dass sie sich zumindest von ihnen befreien könnte. Chloe drehte sich vorsichtig um ihre eigene Achse, sodass die Ketten über ihren ganzen Oberkörper gespannt waren. Sie fing an zu ziehen und gleichzeitig an zu stöhnen, als die Ketten in ihren Körper drückten, doch sie biss die Zähne zusammen und stemmte ihre Beine gegen die Wand. Mit aller Kraft, die in ihren Beinen steckte, zog sie gegen die Fesseln, und plötzlich spürte sie, wie etwas nachgab. Ein lautes Ratsch und das Bersten von Metall ertönten in ihrer Gummizelle, und sie flog nach vorne auf den Boden. Chloe rollte über die weiche Polsterung und kam mitdrehenden Augen zum Stehen. Hinter sich hatte ihr Fluchtversuch die Polsterung der Wand abgerissen und mit ihr einen Großteil einer Blechwand. Chloe blinzelte überrascht und fing an zu grinsen, als sie hinter der Blechwand einen Lüftungskanal sah, der, wer weiß wohin, führte. Sie wollte allerdings nicht warten und sich diese Gelegenheit entgehen lassen. Während der Gürtel erneut anfing, ihren Schritt zu bearbeiten, stieg sie vorsichtig in den Lüftungskanal, während die Ketten hinter ihr her schleiften.
„Ich fühl mich wie ein Spion!“, lachte Chloe und sah an sich hinunter, „wie ein sexy gefesselter Spion, hehehe.“
Chloe robbte sich über das Blech nach vorne und atmete angestrengt, da sie ihre Arme immer noch nicht benutzen konnte. Gerade wollte sie eine Abbiegung nehmen, da zog etwas hinter ihr an der Jacke. Mit einem Blick nach hinten sah sie, dass die Ketten mit dem Stoff sich im Kanal verfangen hatten. Chloe rollte mit den Augen. Sie positionierte ihre Beine in einem Abzweig und stemmte sich erneut dagegen. Es knackte laut im ganzen Schacht und die Kettenglieder an ihrer Jacke gaben nach.
„Lucky!“
Scheppernd fielen sie auf den Lüftungskanal, und Chloe robbte sich breit grinsend weiter nach vorne, immer mit den Beinen sich weiterdrückend und mit ihren Armen über das Blech gleitend. Staub und alte Spinnweben wurden dabei aufgewirbelt und bedeckten ihre Latexhaut und verfingen sich in ihren blonden Haaren.
„Oh nein. Nicht schon wieder …“, fluchte Chloe und ihre Beine drückten sich gegeneinander, während der Gürtel erneut anfing, sie zu quälen, nur um sie dann unbefriedigt zurückzulassen.
„Ich hoffe wirklich, dass ich das Ding schnell loswerden kann … Oh fuck! Verdammte Scheiße! Wer hat sich dieses Drecksding ausgedacht?! Wenn ich diese Direktorin in die Finger bekomme, dann …“
Chloe verstummte, als sie ein Wimmern hörte, welches durch die Kanäle schallte.
„Ist das Trisha?“, fragte sie sich leise und versuchte, dem Wimmern entgegen zu kriechen. Letztlich sah sie am Ende eines Kanals ein Lüftungsgitter, hinter dem sie deutlich Trisha hören konnte. Chloe drehte sich umständlich im Kanal um und rutschte auf ihrem Po zu dem Gitter. Glücklicherweise schien Trisha allein zu sein. Chloe holte mit ihren Beinen aus und trat mit voller Kraft gegen das Metall, welches sofort nachgab. Sie kroch daraus empor und schüttelte sich, um den Staub und die Spinnweben loszuwerden. Erst als sie erneut ein Wimmern hörte, sah sie auf und erstarrte. Vor ihr war Trisha in einer gewaltigen Stahlkonstruktion gefangen. Ihr Körper war in eine Latex-Gefangenenuniform gesteckt und der sonst wedelnde Schweif hing schwach hinter ihr. Ihre Augen waren trüb und ihr Atem flach und gehetzt. Chloe wollte gerade fragen, was mit ihr passiert war, als sie einen gewaltigen Vibrator sah, der tief in Trishas Schritt gedrückt war und sie ohne Pause bearbeitete.
„Trisha! Ich bin hier! Kannst du laufen oder …“, rief Chloe und stellte sich vor ein Schaltpult, auf dem diverse Einstellungen für Trisha eingestellt waren.
In diesem Moment wurde Trishas Atmung schneller, doch bevor sie kommen konnte, leuchteten ihre Fesseln gelb auf und sie schrie vor Schmerz und Frust.
„Trisha!“
Die Shifterin sah auf. Ihre glasigen Augen studierten Chloe von oben bis unten und sie nickte schwach.
„Endlich bist du da … Ich warte schon so lange …“, flüsterte sie und Chloe blinzelte verwirrt.
„Lange? Wir sind doch höchstens 3 Stunden hier drin“
„Andere Zeit für mich …“, murmelte Trisha und Chloe sah, wie sie erneut rot anlief, „Bitte schalt es ab, bevor AAAAAAAH!“
Erneut wurde Trisha von einem schweren Stromschlag vom Orgasmus abgehalten und sie ließ ihren Kopf hängen.
„Ich hole dich da sofort raus!“
„Nein! Schalt den Strom ab und … lauf … lauf weg …“, stotterte Trisha und Chloe verstand nicht, was sie meinte.
„Aber wir können doch zusammen fliehen, wenn ich …“
„Wir kommen hier nicht raus, nicht ohne … Bitte, Chloe ich halte nicht mehr lange durch.“
Chloe nickte und beugte sich nach vorne um das Tablet mit ihrer Nase zu bedienen. Anstatt Trishas Fesseln zu lösen, schaltete sie nur die Elektroschocks aus. Das Programm war allerdings immer noch darauf eingestellt, Trisha den Orgasmus zu verweigern. Für einen Moment fühlte sich Chloe schlecht, dass Trisha nun dasselbe erdulden musste wie sie, doch während sich Trishas Augen in den Hinterkopf drehten und sie immer frustrierter wurde, fiel Chloe wieder etwas ein.
„Moment, was meintest du mit ‚ich solle weglaufen‘?“, fragte Chloe doch Trisha antwortete nicht. Ihr ganzer Körper spannte sich an und Chloe dachte erst, dass sie wieder in ihre Shifterform wechselte wie zuvor, doch etwas war anders. Trishas Haare wurden noch länger als zuvor und auch ihre Muskeln dehnten ihre Haut bis zum Äußersten. Chloe wich zurück. Sie glaubte sogar zu sehen, wie Trishas Zähne wuchsen und zu rasiermesserscharfen Waffen wurden. Die Stahlkonstruktion stöhnte und die Klammern, die Trisha festhielten, bekamen Risse.
„Trisha?“, fragte Chloe vorsichtig, und der Kopf der Shifterin wandte sich blitzschnell ihr zu. Ihre Pupillen hatten sich zu Schlitzen gewandelt und sie sah hasserfüllt auf Chloe hinunter.
„Oh Scheiße …“, flüsterte Chloe als sie verstand, was Trisha gemeint hatte. Sie drehte sich zur Tür, die sich in diesem Moment öffnete und eine fröhliche, aber zugleich kalte Stimme den Raum erfüllte.
„Trisha, es ist Zeit für deine tägliche …“, sagte die Direktorin, der inzwischen Hörner gewachsen waren und pechschwarze Augen bekommen hatte. Der Blondine fielen diese direkt auf und der Direktorin fiel Chloe auch direkt auf.
„Was machst du außerhalb deiner …“, sie verstummte erneut, als hinter Chloe die Klammern bersteten und Trishas Klauen den Stahl zerfetzten, als wäre es Papier. Die Direktorin machte große Augen und Chloe nutzte die Gelegenheit, um an ihr vorbeizuhuschen und wegzulaufen. Ihr kamen eine Puppe nach der anderen entgegen, doch interessierten sie sich nicht für Chloe. Sie warf einen Blick nach hinten und sah, wie die Direktorin hinter ihr herrannte. Ihre Hörner waren verschwunden und auch ihre Augen hatten sich zurückgefärbt. In ihrem Gesicht war panische Angst und Chloe sah im nächsten Moment, wieso. Aus Trishas Zelle flogen Holzspäne und Metall wie aus einem Häcksler. Die Puppen schienen machtlos gegenüber der Kreatur zu sein, die mal Trisha war. Eine weitere Holzpuppe betrat den Raum und wurde sofort gegen die Gangwand geworfen. Splitter flogen in alle Richtungen, als ein schwarzer Schatten ihr nachsetzte. Trisha stand nun auf dem Gang hinter ihnen. Der Latexcatsuit hing in Fetzen von ihrem Körper herunter und sie atmete, als wäre sie gerade einen Marathon gelaufen. Sie sah mit einem wahnsinnigen Blick auf und fletschte ihre Zähne, als sie Chloe und die Direktorin sah, die vor ihr flohen. Sofort ergriff eine eisige Kälte Chloes Herz und Angst machte sich in ihrem Körper breit wie eine Explosion. Ihre Beine gaben unter ihr nach und sie stolperte, während die Direktorin sie überholte. Chloes Blick wurde verschwommen, als Trisha sich nach vorne beugte und auf sie zuraste. Sie packte Chloe doch die Kraft ließ sie beide weiter durch den Gang fliegen, wo sie beide mit der Direktorin zusammenstießen. In diesem Moment erblindete ein gleißendes Licht Chloe und sie spürte, dass sie und Trisha über einen harten Boden rollten. Sie hörte rasche Schritte und dann war das Licht verschwunden. Chloe fand sich auf dem Boden liegend wieder, über sich Trisha die mit scharfen Zähnen auf sie hinunterblickte. Der Wahnsinn war in ihrem Gesicht geschrieben.
„Trisha, bitte nicht …“, keuchte Chloe als die Shifterin ihren Mund öffnete und ein Fauchen ihrer Kehle entkam. Chloe schloss ihre Augen und dann … Stille. Etwas Raues und Feuchtes berührte Chloes Nase und sie öffnete vorsichtig ihre Augen. Trisha pinte sie immer noch auf den Boden, doch ihre Züge hatten sich beruhigt. Sie hatte immer noch wilde Haare und Augen, doch anstatt Chloe zu beißen, leckte sie nun ihre Nase. Verwundert blickte Chloe sie an und ein Stein fiel von ihrem Herzen, während Trisha anfing zu zittern und auf ihr zusammenbrach.
„Das war knapp … zu knapp …“, murmelte Chloe und ihr Kopf kippte beiseite.



Ein paar Minuten Später stand Chloe in Celines Wohnzimmer, während Trisha trübselig mit einer Decke über dem Rücken am Tisch neben ihnen saß.
„Moment, was ist passiert?“, fragte Celine mit zusammengezogenen Augenbrauen, während sie Chloe aus der Zwangsjacke befreite.
„Wir waren in diesem Puppenhaus eingesperrt und da war eine Magierin, die Trisha gequält hat und … Ich denke, das kann sie besser wiedergeben …“, berichtete Chloe und nickte zu der Shifterin die ihren Kopf auf ihren Händen abgestützt hatte.
„Sis?“, fragte Celine.
Trisha schaute auf doch schüttelte sie den Kopf. An ihrem Gesichtsausdruck konnte Chloe sehen, dass sie sich schämte.
„Shifter Wahnsinn …“, murmelte Celine und streichelte mitfühlend Trishas Schulter.
„Bitte was?“, fragte Chloe und streckte sich, als sie von der orangen Zwangsjacke befreit wurde.
„Eine Art Blutrausch als letzter Ausweg. Wenn Shifter lebensbedrohlich verletzt oder überreizt werden und dann in ihre Shifterform übergehen, können sie von der Kraft überwältigt werden. Sie greifen dann alles an, bis die Verwandlung endet oder … sie sterben …“, erklärte Celine.
„Wie eine Art Werwolf? Aber Trisha hat aufgehört, als …“
„Zumindest war das früher so … Als wir beide hier ankamen und Rilliana uns endlich wieder gefunden hat, hat sie uns zu einer Ärztin gebracht um uns zu Impfen. Trisha behält dank dessen immer noch einen Teil ihres Verstands und hat aufgehört, dich anzugreifen, als sie deinen Geruch als freundlich wahrnahm.“
„Sonst …“, fing Chloe an und schluckte, als ihr klar wurde, wie knapp sie dem Tode entkommen war.
„Tut mir wirklich aufrichtig leid … ich … ich … ich weiß nicht mehr, was passiert ist, aber …“, sagte Trisha doch wurde sie unterbrochen.
„Moment! Was meinst du, du weißt es nicht mehr? Das Puppenhaus? Die Direktorin? Diese Holzpuppen und …“, sagte Chloe doch Trisha schüttelte den Kopf.
„Eine Nebenwirkung des Ganzen … Aber was auch immer da drin mit uns passiert ist … es war gut, dass wir dem entkommen sind.“
Chloe nickte zögerlich, auch wenn sie mit der Methode nicht zufrieden war, und dachte an die Direktorin.
„Wer wohl die Magierin war …“
„Ich war es nicht, und es macht mir Sorgen, dass eine unbekannte Magierin einfach Schandtaten auf meinem Land mit meinen Freunden und meiner Familie treibt“, sagte Celine und kniete sich hin, um den Keuschheitsgürtel genauer in Augenschein zu nehmen. In diesem Moment fing er auch wieder an zu vibrieren und Chloe stöhnte laut auf. Sie versuchte, ihre Beine vom Zittern abzuhalten, doch es war ein verlorener Kampf.
„Bitte mach, dass es aufhört“, flehte Chloe und Celine warf einen besorgten Blick hoch in Chloes Gesicht.
„Ehm … Ich habe eine schlechte und noch schlechtere Nachricht“, flüsterte sie, und Chloe sah fassungslos hinunter.
„Dieser Gürtel ist mmmh meiner und mmmh ich habe ihn bereits vermisst“, fing Celine an.
„Was meinst du? Du hast ihn gemacht und verloren!?!?“
„Jaaaa? Und da ist auch das Problem … Ich habe ihn aus drei magischen Metallen geschmiedet. Einem Himmlischen, einem aus der Hölle und von hier. Ich hatte sie gefunden, kurz nachdem ich Ifry und Phaelyn kennengelernt habe.“
„Cool! Dann fragen wir die beiden einfach, wie wir den Gürtel öffnen können.“
„Das kann nur der jenige, der ihn dir angelegt hat und das war keiner von uns drei. Ifry und Phae können ihn auch nicht einfach zerstören … das jeweilige andere Metall würde ihre Haut verbrennen …“
Chloe starrte sie fassungslos an.
„Wieso in aller Welt schmiedest du einen Keuschheitsgürtel aus Metallen, die Engel und Dämonen verletzten? Sollte daraus nicht eher Schwerter gemacht werden oder sowas?“
„Kommt auf die Mischung an. Das war mein erster Versuch und … ich habe noch ein paar davon, die bei den beiden nur ein nerviges Kribbeln auslösen würden“, erklärte Celine und rieb sich ihren Hinterkopf.
„Ich habe auch ein nerviges Kribbeln im Schritt“, murmelte Chloe und schloss ihre Augen, als sie erneut einem Orgasmus so nah war, aber ihn doch nicht erhielt.
„Und Magie? Einfaches Schlossknacken?“
Celine schüttelte den Kopf.
„Es könnte alles nur schlimmer machen …“
„Klasse … Jetzt muss ich für den Rest meiner Tage dieses Ding tragen.“
Trisha räusperte sich.
„Aber immerhin darfst du auch für den Rest deiner Tage den Latexanzug tragen.“
Chloe wusste nicht, ob sie weinen oder lachen sollte, aber was sie wusste, war, dass sie Trisha definitiv erwürgen wollte.



„Ich kann das nicht! Ich will das nicht mehr!“
„Aber all die Macht, die ich dir gebe …“
„Welche Macht? Du hast mich mit Trisha alleine gelassen! Deinetwegen ist sie so ausgerastet und hätte Chloe und mich fast getötet! Welche Macht also? Die Macht, meine Freunde zu quälen? Meine eigene Schwester einzusperren?“
„Du sagtest selbst, sie denkt zu viel an Sex und muss bestraft werden.“
„Nein … das hast du mir ins Ohr geflüstert! Genauso wie ich Luke verlassen und all diese Menschen verletzt habe und Ava von der Schlange gefressen werden sollte und Summer und … Ich will nicht mehr! Ich will mein Leben zurück! Ich will zu Luke und …!“
In diesem Augenblick durchfuhr ein Zucken Kims Körper. Der Kristall, den sie versuchte, aus ihrer Brust zu reißen, wurde heiß, und Kim spürte, wie seine Macht ihren ganzen Körper einnahm. Ihre Glieder gehorchten nicht mehr ihrem Willen und ihre Gedanken wurden vernebelt. Ihre Herrin hatte Besitz von ihr ergriffen und sperrte ihren Geist in eine winzige Zelle. Ein kleines Fenster war alles, was sie hatte, um hinauszuschauen.
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  RE: Leon City Storys Datum:20.12.25 21:31 IP: gespeichert Moderator melden


Irgendwie habe ich das Gefühl, das hier die Schreiber der guten Geschichten ihre Sadistischen Adern ausleben!
Immer diese Werbepausen an Stellen wo der/die Leser/in wissen will, wie es weitergeht und dann warten muss, bis die nächsten Häppchen Online sind...
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TheLargeEmptY
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  RE: Leon City Storys Datum:10.03.26 18:20 IP: gespeichert Moderator melden


Naaaa war mehr meine Schaffens Kriese die sich dachte, jetzt mal ne pause!

XD

Nicht desto trotz!

Hier eine neue Leon City Story <3
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  RE: Leon City Storys Datum:10.03.26 18:22 IP: gespeichert Moderator melden


LCs 34
Mein Reich

Caitlyn saß auf der Couch in Celines Haupthaus und rieb sich die Stirn. Nach dem, durchaus spannenden und spaßigen Event hatte sie sich jedoch über Kopfschmerzen beklagt, was Celine natürlich nicht ignorieren konnte. Deswegen hatte sie, Caitlyn auf eine Tasse Tee eingeladen, während sie ihre Erfindung überprüfte. Sie war allerdings nicht alleine. In einem Sessel gegenüber von Caitlyn saß die Dämonin Ifry und mit ihrem Kopf auf Caitlyns Schoß lag der Engel Phaelyn und genoss das Kopfkraulen, welches die junge Polizistin ihr gab. Gleichzeitig rieb sie ihre eigenen Schläfen und stöhnte gelegentlich.
„Wirklich alles in Ordnung, Cait?“, fragte Ifry doch Caitlyn winkte ab.
„Geht so. Ist, denke ich, einfach nur vom Job“, murmelte Caitlyn und sah auf, als Rilliana ins Wohnzimmer hereinkam. Die Elfe hatte ein Tablet dabei, auf dem fünf Tassen Tee standen.
„Bitte sehr“, sagte sie leise und reichte Ifry eine heiße Tasse, welche die Dämonin einfach in ihre Hand nahm, während Caitlyn und Phae ihre noch etwas abkühlen ließen. „War das vielleicht zu viel für dich? Zu viele Farben und Lichter? Spielst du nicht so oft Videospiele?“
Caitlyn sah sie mit gerunzelter Stirn an.
„Ich würde sagen, ich habe bisher nichts Vergleichbares erlebt, aber nein, sporadisch spiele ich auch … etwas“, erklärte Caitlyn.
„Arme Cait“, murmelte Phae und rieb ihren Kopf an Caitlyns Beinen.
„Hey, das wird schon wieder“, sagte Caitlyn beruhigend und sah auf, als die Haustür sich öffnete und das Catgirl Trisha hereinkam. Sie winkte kurz ins Wohnzimmer, als sie Celine aus ihrem Arbeitsraum rief. Trisha rollte mit den Augen und ging zurück, wo sie dann kurz mit Celine diskutierte und letztlich mit Chloe im Schlepptau wieder das Haus verließ. Ein paar Minuten später kam Celine ins Wohnzimmer, mit einem Klemmbrett in ihrem Arm, und ohne eine Erklärung zu geben, ging sie auf Caitlyn zu und fühlte ihre Stirn.
„Äh … habe ich Fieber?“, fragte Caitlyn und Celine notierte sich etwas auf ihrem Klemmbrett.
„Ja und nein …“, murmelte Celine, setzte sich neben Ifry auf einen weiteren Sessel und nahm ihre Tasse Tee, „wenn du zu einem Arzt gehen würdest, würde er dir sagen: Ja. Ich allerdings muss mich bei dir entschuldigen und Ifry auch.“
„Hä? Wieso ich?“, fragte Ifry bestürzt und verschluckte sich fast an ihrem Tee.
„Weil“, fing Celine an, wirkte allerdings nicht beschuldigend, „deine Magie das Spiel zum Überhitzen gebracht hat. Ich habe anscheinend nicht ordentlich genug davor geschützt und euch im Vorfeld erklären sollen, keine einzusetzen. Dadurch hat Caitlyn die mit Magie noch nicht so gut umgehen kann, etwas davon abbekommen, während Rilliana oder ich davor geschützt waren. Oder zum Beispiel: Luke hat diese nicht wahrgenommen, da er nicht zaubern kann.“
„Ich … habe, aber noch nicht mal versucht, meine Magie einzusetzen“, verteidigte sich Ifry.
„Echt? Und wie hast du den Meisterball so schnell gefunden?“
„Den hat Trisha fallen lassen, als du sie geschnappt hast“, sprang Rilliana ein.
„Oh … tut mir leid, das wusste ich nicht“, sagte Celine und Ifry rollte mit den Augen.
„Als ob ich es nötig hätte zu mogeln“, murmelte sie, und ihre Augenbrauen zuckten, als sie spürte, dass Phaelyn etwas bedrückte. Sie sah zu ihrer Freundin, deren Augen feucht waren und Lippen zitterten.
„Was ist los, Phae?“, fragte Ifry besorgt, und alle Blicke richteten sich auf den Engel. Phae machte plötzlich große Augen und versuchte sich tiefer in die Couch zu verdrücken. Nachdem sie allerdings feststellte, dass die enge Spalte nicht groß genug für kleine Engel war, räusperte sie sich und sah vorsichtig zu Caitlyn auf.
„I … Ich habe versucht zu zaubern … Ich wollte die Welt mit meinen Flügeln erkunden und …“, fing sie an zu erklären, doch Celine unterbrach sie mit einer erhobenen Hand.
„Keine Sorge Phaelyn deine Magie war es nicht. Es war dämonische Magie, so viel steht fest. Auch wenn du etwas von Ifry in deinem Körper hast, so reicht es doch nicht aus, um das System zu überhitzen“, erklärte Celine mit einem Lächeln, und Phae atmete erleichtert aus.
„Aber wenn Phaes Magie nicht ausreicht, ich es nicht war, es aber dennoch dämonische Magie war … vielleicht Vanessa?“
Celine schüttelte den Kopf.
„Ihre Magie reicht dafür auch nicht aus“, sagte Celine und rieb ihre Stirn.
„Und weißt du, wie lange ich noch Kopfschmerzen haben werde? So kann ich nicht wirklich arbeiten“, sagte Caitlyn und Celine schüttelte ihren Kopf, als wäre sie gerade von einem Traum aufgewacht.
„Oh, Verzeihung“, sagte sie, beugte sich über den Tisch und hob ihre Hand über Caitlyns Tasse. Sofort hörte sie auf zu dampfen, und stattdessen bildete sich eine hauchdünne Eisschicht auf ihr.
„Du musst nur abkühlen. Trink viele kalte Getränke und es sollte dir bald besser gehen. Ich war so darauf konzentriert, die Ursache zu finden, dass ich deine Kopfschmerzen vergessen habe. Tut mir leid.“
„Macht ja nichts“, murmelte Caitlyn und nahm die gefrorene Tasse in die Hand. Sie nippte an ihrem Eistee und sie stöhnte erleichtert auf. Den Rest der Tasse trank sie in einem Zug und sofort spürte sie eine kleine Milderung der Schmerzen.
„Besser“, murmelte sie und schloss entspannt ihre Augen.
„Aber woher kam das jetzt? Vielleicht vom … Wald?“, fragte Ifry und Celine sah sie mit zusammengezogenen Augenbrauen an.
„Vom Wald? Ich dachte, ihr kümmert euch darum“, sagte Celine an Ifry und Rilliana gewandt.
„Etwas länger her für mich“, sagte Rilliana und kratzte sich schuldbewusst am Hinterkopf. „C&T, Anwalt und Waldläuferin zu sein, ist ein bisschen zeitintensiv.“
„Du musst nicht schlafen“, stichelte Celine.
„Und trotzdem muss ich mich ausruhen und gelegentlich meditieren, um mich zu erholen!“
„Ich ähm … habe vielleicht Beweise auf Korruption im Wald gefunden. Das könnte die Ursache sein. Ich habe leider noch keine genaue Spur gefunden“, murmelte Ifry und zeigte auf Caitlyn.
„Moment. Wovon reden wir hier eigentlich? Wieso zeigst du jetzt auf mich?“, fragte Caitlyn.
„Die Kelchpflanze vor ein paar Wochen, die dich …“, fing Ifry an, doch Caitlyn hob ihre Hand, als sie sich daran erinnerte.
„Schon gut, musst nicht weiter erklären“, murmelte Caitlyn und wurde rot. Die eine Woche, in der sie in einer Pflanze gefangen gewesen war, war ihr immer noch peinlich und sie wollte nicht darüber sprechen.
„Kelchpflanze?“, fragten Rilliana und Celine nun wie aus einem Munde, und Caitlyn versteckte ihre Augen vor Scham.
„Ich habe eine magische Pflanze gefunden, die Caitlyn …“
„Ifry!“
„… gefangen hatte“, machte Ifry weiter, um Caitlyns Stolz wenigstens etwas zu wahren, „ich hatte mir allerdings nichts weiter dabei gedacht, weil es ein Einzelfall war. Vielleicht habe ich mich geirrt …“
Celine kratzte sich über ihrem Ohr und schloss ihre Augen, während sie stöhnte.
„Könntet du und Rilliana noch einmal einen Blick darauf werfen?“, fragte sie, und die Elfe und Dämonin nickten sofort.
„Aber leider nicht mehr heute. Ich will ungern gegen die Mächte des Bösen kämpfen, wenn es dunkel wird“, sagte Rilliana.
„Feigling“, sagte Ifry und lachte.
„Yeah, yeah. Mach dich ruhig lustig.“
„Sagt mal … kann ich dann mitkommen? Wenn es mir besser geht?“, fragte Caitlyn und alle sahen zu der jungen Polizistin.
„Ich glaube nicht, dass das eine gute …“, fing Ifry an, doch wurde sie von Celine unterbrochen.
„Oh! Hervorragende Idee, Caitlyn und nehmt dann bitte auch Summer mit! Sie hat mir gerade eine Bewerbung für ein Praktikum gegeben und ich habe gesehen, dass sie Biologie studiert. Könnte für euch von Nutzen sein.“
Jetzt sahen alle zu Celine.
„Dein Ernst?“, fragte Ifry deren Augenbrauen so hochgezogen waren, dass sie unter ihren Haaren verschwanden. Sie konnte sich nicht vorstellen, wie das Nerdgirl besonders von Nutzen sein sollte.
„Nun. Zumindest hilfreicher als Caitlyn“, erwiderte Celine.
Caitlyn verschlug es die Sprache und ihr Mund klappte beleidigt auf.

„Ifryyyyy!? Warum fliegen wir jetzt zu Ava und Sumsum?“, rief Phaelyn gegen den Wind, der in ihr Gesicht wehte.
„Weil ich mich davon überzeugen muss, dass Summer uns wirklich helfen kann. Es bringt nichts, wenn sie uns ein Klotz am Bein ist, während wir den Wald untersuchen“, rief Ifry zurück.
„Ist der Wald denn so gefährlich?“
„Normalerweise nicht …“, sagte Ifry und landete auf dem Dach von Avas Villa, „aber Rilliana und ich wissen nicht alles über den Wald. Lieber Vorsicht als Nachsicht.“
Phae runzelte ihre Stirn.
„Aber Sumsum Bewerbung war doch super toll!“, sagte sie und sah Ifry trotzig an.
„Ich … ich … haaaa ich vertraue Celines Entscheidung, aber ich muss mich darauf verlassen, dass Summer ihre Nerven behält … In letzter Zeit ging es ihr nicht besonders gut. Deswegen das Event, deswegen …“
Ifry verstummte. Sie wollte Phae nicht belasten.
„Awwww“, murmelte Phaelyn besorgt und schaute durch die großen Dachfenster hinunter in die Villa. Es war stockdunkel. Avas Eltern schienen, wie immer, nicht zu Hause zu sein.
„Und ähm … was hast du vor?“, fragte Phae besorgt.
„Wie gesagt. Mich davon überzeugen, dass sie meine Befehle befolgen kann, sollte es brenzlig werden. Dass sie einen kühlen Kopf bewahrt“, sagte Ifry, öffnete mit ihrer Magie das Dachfenster und schwebte in die Villa, dicht gefolgt von Phae.

Ich lag auf einer Wiese. Über mir war der strahlend blaue Himmel und hinter mir spendete ein großer Baum seinen Schatten. Ich genoss die Stille. Den Moment. Doch ich spürte, dass ich bald weitermusste. Ich wusste nicht genau, wohin, nur, dass ich noch eine Menge zu tun hatte.
„Och man, ich will aber noch ein wenig liegen bleiben“, murmelte ich und wackelte mich ein wenig tiefer in das Gras.
„Dann bleib doch noch ein wenig liegen. Erleichtert es mir, dich zu fangen“, sagte eine Stimme aus Richtung Baum, und ich reckte meinen Kopf nach hinten, um zu sehen, wer mich störte. Ich runzelte meine Stirn, als ich eine mir unbekannte Frau sah mit langen schwarzen Haaren. Sie trug einen hautengen schwarzen Latex-Catsuit und um ihre Hüfte war ein Gürtel geschnallt, an dem mehrere Pokébälle hingen.
„Mich fangen? Tut mir leid, Lady, aber Menschen kann man nicht fangen“, erklärte ich ihr beiläufig und streichelte über meine Pokébälle an meinem eigenen Gürtel.
„Für dich mache ich eine Ausnahme“, sagte die Fremde und zog einen ihrer Bälle vom Gürtel. Ich rollte nur mit den Augen. Wieder jemand, der den Champ herausfordern wollte und kläglich dabei versagen würde. Ich stand auf und sah amüsiert zu der Frau auf. Sie war hübsch und ihr Anzug gefiel mir aus irgendeinem Grunde, auch wenn er überhaupt nicht für einen Trainer geeignet war. Ich zog lieber meinen kurzen Rock und das knappe Crop-Top vor.
„Wieso urteilst du über mein Outfit, wenn du selbst solche Stiefel trägst?“, fragte die Frau, und ich blinzelte verwirrt. Konnte sie meine Gedanken lesen? Und was meinte sie mit meinen Stiefeln? Die sind doch voll normal. Dachte ich und sah hinunter. Erneut wurde ich von einer Welle der Verwirrung überrollt, als ich die langen Overkneestiefel sah, die mit einem Reißverschluss an der Seite verschlossen waren. Die Absätze waren unnatürlich hoch, aber das schien mich nicht zu stören.
Aber hatte ich nicht gerade noch Sportschuhe an?
Ich wurde aus meinen Gedanken herausgerissen, als die Frau rief: „Los, Hugwing!“
Aus dem Pokéball schlüpfte eine Frau und ich konnte nicht anders, als zischend Luft einzuziehen. Sie war von oben bis unten in pinkfarbenem Latex gekleidet und nur ihre untere Gesichtshälfte war frei. Aus ihrem Rücken sprossen mehrere Paar Flügel. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann hätte ich gesagt, die beiden wollten mir einen Streich spielen, aber wenn die pinkfarbene Frau kein Pokémon war, wie konnte sie dann im Pokéball gefangen sein?
„Los, Hugwing! Schnapp dir Summer!“
„Eh? Jetzt schon? Ich dachte, ich muss erst gegen Sumsum Pokémon gewinnen!“, sagte das Pokémon der Fremden.
„Keine Sorge, die habe ich verschlossen! Los jetzt!“
Ich war geschockt davon, dass Trainer und Pokémon miteinander sprechen konnten, doch wusste ich, dass ich mich schleunigst verteidigen musste. Ich griff nach dem ersten meiner Pokébälle, doch hing ein dickes Vorhängeschloss davor.
„Bitte was?“, fragte ich verwirrt und sah entsetzt von meinen Pokébällen zu dem mir unbekannten Pokémon, das nun immer näher kam, ein lüsternes Grinsen auf den Lippen. Meine Beine bewegten sich nicht, während ich versuchte, die Situation zu verstehen. In meinem Kopf raste ein Gedanke nach dem anderen, auf der Suche nach einer Erklärung, doch dann sah ich das Gesicht der Frau gegenüber von mir. Sie sah enttäuscht aus. Fast als wollte sie, dass ich mich wehrte, bis ihr Pokémon in mein Blickfeld trat und sich auf mich warf. Es umarmte mich fest und raubte mir kurz den Atem.
„Jetzt werden wir beste Freunde!“
„Freunde?“, wiederholte ich und sah in das verhüllte Gesicht. Trotz der Maske konnte ich ein hübsches Gesicht darunter erkennen. Ein freundliches Gesicht, das nur das Beste für mich wollte. Es passte definitiv nicht zu der Situation und es lief mir kalt den Rücken hinunter. Ich musste entkommen, musste mich befreien und mir einen Plan überlegen. Ich fing an, mich gegen den Griff des Pokémon zu wehren, schlängelte mich aus seinem Griff. Tatsächlich hatte mich mein Instinkt nicht verlassen, als ich spürte, dass von dem Pokémon flüssiges Latex auf meinen Körper tropfte und mich bedeckte.
„Du wirst ein ausgezeichnetes Pokémon für mich abgeben. Nur ein wenig mehr Latex und du bist für immer mein!“, sagte die Frau, während ich mich gegen den eisernen Griff ihres Pokémon wehrte. Doch es war unmöglich, mich zu befreien. Dennoch behielt ich einen kühlen Kopf. Panik war hier fehl am Platz. Spätestens im Pokéball würde ich entkommen können, davon war ich überzeugt. Währenddessen wuchs das Latex über meinen Körper. Kroch unter meine Kleidung. Verband sich mit meiner Haut, bis sie so pink war wie meine Haare. Das Latex wuchs meinen Hals hoch und letztlich versiegelte es meinen Mund. Es formte sich zu einer Maske, die meine untere Gesichtshälfte umschloss. Das letzte, was ich sah, bevor ein Pokéball meinen von Latex umhüllten Körper verschlang, war das breite Grinsen über mir und das nun berechnende Gesicht der Trainerin.

Ich schlug meine Augen auf und fand mich nicht auf der grünen Wiese, sondern in einem dunklen Raum wieder. Dunkelrotes Licht schien aus unsichtbaren Lampen, doch gab es sonst auch nichts zu sehen. Keine Tür, keine Möbel.
„Warum habe ich das Gefühl, dass es so nicht in einem Pokéball aussehen sollte … Ich weiß doch, wie es von innen aussieht … Oder?“, fragte ich verdutzt und kratzte mich am Kinn. Ich spürte das Latex an ihm durch meine Handschuhe und grinste. Vielleicht war es gar nicht so schlecht, ein Pokémon für diese Trainerin zu sein. In diesem Moment erleuchtete etwas hinter mir und ich drehte mich um. Vor mir standen nun erneut die Trainerin und ihr Pokémon namens Hugwing. Während ihr Pokémon nun ein Ledergeschirr und Metallringe trug, die seine Figur betonten, hatte die Trainerin hohe Lederstiefel angezogen. Dazu führte sie eine Gerte, die sie verspielt in ihrer Hand drehte.
„Zeit für dein Training, Summer! Setz dich!“, sagte die Trainerin, und neben mir erschien ein hölzernes Pferd. Die Spitze war mit Noppen bedeckt, und zweifelsfrei würde sie vibrieren, sobald ich mich darauf niederließ. Ich ließ meine Finger darüberlaufen und nickte anerkennend. Da wusste jemand, wie sie ihre Pokémon trainiert. Doch dann verengte ich meine Augen zu Schlitzen und richtete mich auf.
„Was? Hast du nicht gehört? Ich habe dir befohlen, dich zu setzen! Oder stimmt etwas nicht?“, befahl meine Trainerin barsch und ließ die Peitsche in ihr Handgelenk knallen. Ich sah kurz zu ihr auf, doch starrte dann auf meine Hand und blendete meine Trainerin aus.
„Weiß noch nicht genau“, flüsterte ich und hob meine Hand, „Apfel.“
Sofort erschien ein Apfel in meiner Hand, und da wusste ich, was hier vor sich ging. Ich sah auf und grinste. Meine Trainerin machte große Augen, während ihr Pokémon verwirrt vom Apfel zu mir und dann zu seiner Herrin blickte.
„Das wird jetzt sehr lustig“, sagte ich und schloss meine Augen, wenn auch nur für einen Augenblick. Mein Anzug veränderte sich. Der Brustbereich bis hinunter zu meinem Schritt wurde giftgrün. Goldene Streifen legten sich auf meine Arme, während der Rest des Anzugs sich schwarz färbte. Ich wuchs noch ein bisschen in die Höhe, als die Absätze meiner Stiefel länger wurden. Das Latex um meinen Mund formte sich zu einer Gasmaske und mein Atem wurde lauter und hallte von den Wänden wider.
„Ähm … Summer?“, fragte meine Trainerin, während ihr Pokémon fasziniert meine Verwandlung beobachtete. Meine Augen blitzten smaragdgrün auf, als ich meine Arme ausbreitete und sagte: „Willkommen in meiner Welt!“
Güner Nebel schoss aus meinen Handgelenken und verteilte sich in Windeseile im ganzen Raum. Das Licht wurde von ihm verschluckt und ließ mich in einem gruseligen Erscheinen.
„Was … WAS TUST DU?!“, fragte die Trainerin entsetzt, und ihr Pokémon wirkte irritiert.
„Ich hole mir nur meinen Traum zurück“, sagte ich, und durch die Atemmaske hörte es sich röchelnd und bedrohlicher an.
„Phaaaeeee?“, fragte die Trainerin verunsichert und zog ihr Pokémon zu sich, das immer noch begeistert zu mir aufsah.
„Eh? Ich dachte, wir sprechen uns nicht mit unseren Namen an, Ifry?!“, sagte das Pokémon empört, und ich fing noch breiter an zu grinsen. Die beiden sahen ganz anders aus als normalerweise, doch das konnte ich ändern, wie alles andere auch. Das ich von meinen Freunden träumte, kam hin und wieder vor, aber Ifry und Phae zusammen war dann doch schon etwas Neues. Das musste ich unbedingt ausnutzen! Der Raum um uns herum verschwand im grünen Nebel und ein Steinpodest erhob mich über die beiden. Ein Ring aus schwarzem Stein sperrte die beiden in einer Arena ein. Ich erhob meine Arme!
„Willkommen in meiner Arena! Kämpfer! Wählt eure Waffen!“, rief ich mit donnernder Stimme, und nun zuckte auch Phae bestürzt zusammen.
„Ifryyyy?“, sagte sie ängstlich, bis sich der grüne Nebel auf dem Boden lichtete und die Frauen Seile, Klebeband und fortschrittlichere Fesselutensilien auf ihm liegen sahen.
„Seid ihr bereit?“, rief ich, schnippte mit den Fingern und sofort teleportierten die beiden voneinander weg, sodass sie sich gegenüberstanden, mit den Seilen in ihrer Mitte. Beide waren nun in ihren wahren Gestalten und waren mit nichts weiter bekleidet als einem weißen und einem schwarzen Spandexanzug.
„Kein Schlagen, kein Beißen!“ Nur klammern und fesseln! LOS!“, rief ich begeistert. Ifry sah stattdessen irritiert zu mir hoch. In ihren Augen konnte ich Unsicherheit, Sorge und Angst um ihre liebe Phaelyn sehen, doch die Gedanken waren verschwendet, als sie plötzlich von der Seite umgerissen wurden. Phae hatte sich auf sie geworfen und klammerte sich nun mit ihren Beinen um Ifry. Während Letztere verwirrt aufschrie und versuchte, sich aus der Beinklammer zu lösen, tastete die Blondine bereits nach einem Seil neben sich. Phae packte es und band eine schnelle Schlaufe, bevor sie eine von Ifrys Armen nach hinten zog und das Seil darüberstülpte.
„He!? Phae was tust du!?“, rief Ifry entsetzt, als ihre gefesselte Hand noch weiter nach hinten gezogen wurde und nun Phaelyn ihren anderen Arm einfing.
„Phae!“
„Das ist ein Kampf, den ich gerne führe, Ifry. Ein Kampf der Seile! Und du hast nun leider den Kürzeren gezogen!“, lachte Phaelyn glücklich und fesselte Ifrys Hände schnell aneinander. Ich nickte anerkennend. Es schien mir so, als wäre meine Traumversion von Ifry nicht gerade gut darin, mit ungeahnten Situationen umzugehen. Selbst jetzt war der Widerstand gegen Phae nicht groß, sodass sie einfach auf den Boden der Arena geworfen wurde. Phae setzte sich auf Ifrys Rücken und klemmte damit ihre Arme unter ihr ein. Etwas zu spät fing Ifry nun endlich an zu zappeln. Doch jegliches Aufbäumen führte zu nichts. Geschickt ergriff Phae Ifrys Beine und tastete nach einem weiteren Seil.
„Nicht schlecht, Phae. Ich hätte nicht erwartet, das du so gut mit Seilen umgehen kannst!“, rief ich hinunter, und Phae grinste noch breiter.
„Hehehe, Ifry ist sehr einfach einzufangen!“
„Du kleine …!“, wollte Ifry gerade sagen, als Phae ihr ein Seil zwischen die Zähne drückte. Sie zog damit Ifrys Kopf nach hinten und ich stand klatschend von meinem Podest auf.
„Herzlichen Glückwunsch, Phae du hast gewonnen!“, sagte ich und sprang zu ihr hinunter, während Phae, Ifry in einen Hogtie fesselte.
„Yayyyy! Was habe ich gewonnen?“
„Das hier natürlich“, sagte ich und hob meine Arme. In dem Augenblick erschien eine gewaltige Trophäe darin. Darauf stand in goldenen Buchstaben: „Fessel Wrestling Queen“.
Phaelyn fing an, noch breiter zu grinsen, doch verschwand es ebenso schnell, wie es gekommen war.
„Was ist los?“, fragte ich besorgt und lächelte ihr sanft zu.
„Nun … ich habe zwar gewonnen, aber … ich kann den Pokal nicht behalten, oder?“
Ifry stöhnte und ich sah zu ihr hinunter und dann zu Phae. Ich sah auf den Pokal in meinen Händen und er löste sich in Luft auf.
„Nein … vermutlich nicht“, sagte ich sanft und sah nun ernster zu Phae, „ihr seid nicht nur Bilder meiner Träume, oder? Könnt ihr euch in andere Leute Träume schleichen? Du und Ifry?“
Phaes Mund klappte auf und Ifry machte vom Boden aus große Augen.
„Was macht ihr hier?“, fragte ich und wischte mit der Hand zur Seite. Die Seile, die Ifry festhielten, lockerten und entfesselten sich, bevor sie in die Ecken der Arena schlängelten wie Schlangen.
„Woher … wie?“, fragte Ifry während sie aufstand und sich die Handgelenke rieb.
„Ich weiß, das es Magie gibt. Ich habe es schon seit Monaten vermutet. Celine gab mir die Gewissheit beim CT-Event“, sagte ich und ließ ein paar große, kuschlige Kissen erscheinen, auf die sich Phae direkt stürzte, während Ifry sich zögernd niederließ.
„Wenn es Magie gibt, dann ist Traumwandeln nicht so ein unsinniger nächster Schritt. Ah, und ich kann Klarträumen. Wie ihr vielleicht bereits gemerkt habt.“
„Was?“, fragte Phae und Ifry schüttelte den Kopf.
„Natürlich kannst du das“, murmelte sie und sagte zu Phae gewandt, „Sie kann ihre Träume lenken. Entscheiden, was in ihnen passiert. Wir hatten keine Chance.“
„Ich muss gestehen, einen kurzen Moment hattet ihr mich abeeeeer … dann habt ihr es doch ein wenig übertrieben“, sagte ich geschäftsmäßig und verschränkte meine Finger ineinander.
„Also, da ich eure Fragen beantwortet habe, warum beantwortet ihr nicht meine? Was macht ihr in meiner Welt?“
Schuldbewusst sah Ifry zu Phae die nun wieder grinste und so tat, als hätte sie mich nicht gehört oder Ifrys Blick gespürt.
„Nun … ich wollte sehen, wie es dir geht …“
„Ifry … hat dir schon mal jemand gesagt, das du eine miserable Lügnerin bist? Du hättest mir einfach eine Nachricht oder Ähnliches schicken können. Jetzt noch einmal bitte, bevor ich den Seilen sage, sie sollen dich aufhängen wie eine Piñata“, erklärte ich ihr ruhig. Auch wenn es Spaß gemacht hatte, mit den beiden in meinen Träumen zu spielen, so konnte ich nicht über den Einbruch in meine tiefste Privatsphäre hinwegsehen, nur weil Ifry wissen wollte, wie es mir ging.
„Ich … haaaaa, ich wollte …“, gerade wollte Ifry anfangen zu sprechen, als sie plötzlich zusammen mit Phae verschwand.
„Hey! Ihr könnt doch nicht einfach abhauen, wenn …“, weiter konnte ich nicht sprechen.

Summer blinzelte in das Licht der Nachttischlampe, während Ava über ihr stand. Tentakeln kamen aus ihrer Kleidung und hatten sich um Ifry und Phae gewickelt. Beide hingen kopfüber einen Schritt über dem Boden. Ava fauchte sie an, während Phae nur weiter grinste und Ifry so aussah, als wolle sie vor Scham im Boden versinken. Summer schüttelte leicht ihren Kopf, drehte sich auf ihre Seite und schloss wieder ihre Augen.
„Die besetzten Freunde, die man haben kann.“
Mit dem Kichern von Phae, dem Grummeln von Ifry und dem Gekeife von Ava in ihren Ohren, wanderte Summer erneut hinab ins Reich der Träume. Ihr Reich.


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  RE: Leon City Storys Datum:12.03.26 14:00 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,

mal wieder eine ganz tolle Fortsetzung, obwohl ich beim ersten lesen ein wenig verwirrt war. Jetzt nach einem weiteren lesen ist es besser.
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TheLargeEmptY
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  RE: Leon City Storys Datum:12.03.26 16:53 IP: gespeichert Moderator melden


Tut mir leid dafür Hunter.
Diese Geschichte hatte ich dazwischen geschoben da die folgende sonst mit zu viel Erklärung gestartet hätte und mir ERNEUT aufgefallen ist das Solo Charakter Geschichten nicht einfach zu schreiben sind.
Deswegen vielleicht die Verwirrung + die Angewohnheit ICH perspektiven normalerweise nur im Traum zu verwenden
-oder ich etwas verheimlichen will
-oder ich speziell auf einen Charakter und seinen Körper zoomen möchte
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TheLargeEmptY
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  RE: Leon City Storys Datum:29.03.26 22:59 IP: gespeichert Moderator melden


LCs 35
Die Ranken der Verführung

Summer und Caitlyn saßen in Celines Werkstatt. Während erstere sich interessiert umsah und jede Maschine und Erfindung genaustens studierte, studierte letztere ihre baldige Teamkollegin.
„Warum hast du Celine eine Bewerbung geschickt?“
Summer drehte sich zu der schwarzhaarigen Polizistin und setzte ein verständnisloses Grinsen auf.
„Ich kann schlecht Avas Eltern die Haare vom Kopf fressen und sie bitten, meine Studiengebühren zu zahlen. Warum also nicht was machen, was mir Spaß macht, und dabei Geld verdienen“, sagte Summer, als wäre es das Verständlichste der Welt, und wandte sich wieder einer Maschine zu, die Spinnweben zu Fäden veredelte und auf Spulen aufrollte.
„Verstehe … und jetzt kommst du mit uns in den Wald?“
„Anscheinend“, sagte Summer achselzuckend, „ich kenn’ mich gut mit Pflanzen aus und Ifry sagt, ich wäre bereit … Übrigens. Stimmt es, dass du von einer Kelchpflanze verschluckt wurdest? Kannst du mir mehr davon erzählen?“
Caitlyns Miene verfinsterte sich.
„Wenn ich Ifry in die Finger bekomme, dann …“
„Dann was?“, fragte Ifry die gerade mit Rilliana und Celine in die Werkstatt kam und mit hochgezogener Augenbraue zu Caitlyn sah. Doch anstatt auf die Überraschung einzugehen, ging Caitlyn in die Offensive.
„Warum hast du Summer von der Kelchpflanze erzählt!?“
„Sonst hätte Ava uns vermutlich den Hintern versohlt. Ich wollte wissen, ob Summer mit so einer Situation klarkommen würde“, sagte Ifry achselzuckend, und sah Celine dabei zu, wie sie ein paar Anzüge und Ausrüstung zusammensuchte.
„Aha“, sagte Caitlyn genervt und mit einem kurzen Blick zu Summer, die nur grinste.
„Ifry, benötigst du noch etwas von …?“, fragte Celine zerstreut mit einem Stapel Latex in ihren Armen.
„Na. Ich brauche das nicht“, winkte Ifry gelangweilt ab, „nichts im Wald kann mir auch nur ansatzweise wehtun.“
„Angeber“, lachte Rilliana und schlug Ifry verspielt auf den Hintern, die nur gluckste.
„Ich gehe schon mal vor die Tür. Macht euch fertig, bevor ich doch ohne euch gehe“, sagte die Dämonin und schritt nach draußen.
„Ich mache mich auch fertig“, kündigte Rilliana an und fing einen Umhang auf, der von Celines Stapel rutschte. Sie legte ihn neben Caitlyn auf die Werkbank.
„Natürlich überlasst ihr beide mir das Reden“, sagte Celine und ließ den Stapel zwischen Summer und Caitlyn fallen.
„Klar. Ist doch dein Wald“, lachte Rilliana und zwinkerte den beiden jungen Frauen zu, bevor sie hinter der Tür und hinauf in ihr Zimmer verschwand. Celine schüttelte den Kopf, bevor sie sich Caitlyn und Summer zuwandte.
„Bitte zieht diese Anzüge an sowie die Capes. Und ja, die sind nötig, egal wie albern ihr euch damit fühlt“, fügte sie hinzu, als Caitlyn den Mund öffnete. Sie machte ihn wieder zu und Summer ergriff das Wort.
„Können wir nicht einfach unsere anderen Anzüge anziehen?“, fragte sie, hob aber interessiert einen der Latexanzüge hoch. Er war schwarz wie die Nacht. Dicker als ihre eigenen Anzüge, aber ebenso flexibel.
„Nun liebe Summer, diese Anzüge schützen euch vor Säure, Dornen, leichteren Prellungen und was der Wald sonst noch so im Petto für euch haben könnte. Stärkere Magie, um euch zu schützen. Ich will natürlich auch nicht direkt am ersten Tag meine Praktikantin verlieren“, erklärte Celine und öffnete eine Vitrine.
„Hahahaha, guter Witz“, lachte Summer, doch verstummte sie, als Caitlyn den Kopf schüttelte. Celine nahm zwei Schwerter aus der Vitrine und reichte sie den beiden.
„Das ist ernst, Summer. Vermutlich ist nichts im Wald, was euch gefährlich werden könnte, aber wenn nicht … müsst ihr aufeinander aufpassen und einander beschützen.“
Summer nickte und nahm das Schwert entgegen. Es war leichter, als sie gedacht hatte, und erinnerte sie an die C&T-Events. Caitlyn jedoch sah das Schwert in ihrer Hand stirnrunzelnd an.
„Schwerter? Soll ich nicht einfach meine Pistole …“, fragte Caitlyn doch Celine unterbrach sie.
„Wenn eine Ranke dich am Fuß packt, wo schießt du mit deiner Pistole hin?“
„Nun …“, fing Caitlyn an, doch wurde sie erneut unterbrochen.
„Wenn Summer gepackt und weggezogen wird, schaffst du es, die Ranken zu treffen?“
„Kommt auf …“
„Weißt du, wo du einen Baum treffen musst, um ihn außer Gefecht zu setzen? Was ist, wenn du nachladen musst? Schau mal aus dem Fenster und sag mir, wie viele Kugeln du benötigst, um alle Bäume im Wald zu erschießen. Glaubst du …?“
„Ich habe verstanden!“, unterbrach dieses Mal Caitlyn und schwang das Schwert probehalber. Es lag erstaunlich gut in ihrer Hand.
„Gut, nur versuch nicht, Rilliana, Ifry oder euch gegenseitig damit zu erschlagen. Jetzt zieht euch um. Und zieht die Capes an. Sie schützen euch vor Pollen. Rilliana und Ifry sind dagegen immun, aber Menschen wie wir sind ihnen hilflos gegenüber.“
„Pollen?“, fragte Summer neugierig, doch Celine winkte ab.
„Zieht sie einfach über, wenn Rilliana anfängt zu niesen. Glaubt mir. Ihr seid nicht erpicht auf das Folgende“, murmelte Celine, als wäre ihr die Situation sehr unangenehm. Sie drehte sich weg und studierte ihre Regale in der Hoffnung, noch etwas zu finden, was sie den beiden mitgeben könnte.
„Warum …“, fing Summer an, doch wurde sie schnell unterbrochen, als Caitlyn ihr die Hand über den Mund legte.
„Jeder hat seine Gründe …“, flüsterte Caitlyn doch verstummte sie sofort und warf Summer einen giftigen Blick zu.
„Du bist eklig, weißt du das?“, fragte Caitlyn und zog ihre Hand weg, bevor sie diese herumwedelte, um Summers Sabber loszuwerden.
„Ich habe irgendwie ein Déjà-vu“, murmelte Summer lachend und fing an, sich auszuziehen. Ihre Kleidung ließ sie achtlos neben sich fallen, während sie die neuen Anzüge gierig anstarrte. Caitlyn wischte den Rest des Sabbers an ihrem Shirt ab und lief rot an, als sie Summer kurz dabei zusah, wie sie sich entblößte.
„Ähm, Summer“, sagte Celine, als sie sich wieder zu ihnen drehte, „ich habe Umkleidekabinen.“
Sie zeigte mit ihrem Daumen in eine Ecke des Labors und Summer zuckte mit den Schultern.
„Ist ja nicht so als wäre das etwas Neues für euch.“
„Ist ja nicht so als müssten wir dich nackt sehen“, erwiderte Caitlyn und Summer steckte ihr die Zunge raus, ergriff ihren Latextstapel und ging, weit mit ihrer Hüfte schwingend, in die Kabine. Caitlyn schüttelte lächelnd den Kopf und hob den Latexanzug hoch.
„Offen gesagt dachte ich, du gibst mir wieder ein Magical-Girl-Kostüm.“
„Pff. Führe mich nicht in Versuchung … Du siehst echt bezaubernd in dem Kostüm aus. Bist du diesen Magiern noch einmal begegnet?“
Stille.
„Cait?“
„Ja … So haben Summer und Ava auch von Magie erfahren und Cass musste ich auch davon erzählen.“
„Mmh, und hat das Kostüm geholfen?“
„Schon, aber … ich muss noch mehr trainieren. Ohne Cass hätten wir es nicht geschafft. Meine Magie ist einfach noch zu schwach.“
„Zu schwach? Ich hörte von Terra, dass du bei jeder Gelegenheit trainierst. Du solltest doch bereits in der Lage sein, dich anständig zu verteidigen.“
„Ich habe eine U-Bahn-Station mit Seilen vollgestopft.“
„Nun …, wenn du mit deiner Energie umherwirfst wie mit Bonbons, verstehe ich es doch. Hat dir deine Mum nichts beigebracht?“
„Ihre Lektionen sind ein wenig länger her und sie hat mir auch schon die Ohren dafür langgezogen.“
„Verdient, würde ich sagen. Und jetzt mach dich fertig, bevor Ifry ohne dich geht“, sagte Celine und scheuchte Caitlyn in die andere Kabine.


Minuten später traten Summer und Caitlyn auf die Lichtung zu Rilliana und Ifry, die bereits auf sie warteten. Beide ihre Latexanzüge und ihre Ausrüstung waren identisch. Ein simpler schwarzer Catsuit, der sich eng an ihre Körper drückte und definitiv magisch. Der verschwundene Reißverschluss, nachdem sie ihn zugezogen hatten, war Beweis dafür. Dies führte dazu, dass er ihren Körper in keiner Weise einschränkte, und er betonte ihren Körper perfekt. Zusätzlich hatten beide Schwerter an ihren Hüften geschnallt. Gurte erstreckten sich über ihren Körper und gaben ihnen zusätzliche Stabilität. Ihre Beine steckten in Stiefeln mit flachen Sohlen, die ihre Waden sanft drückten. Ein Cape lag um ihre Schultern und zuletzt hatten sie noch eine kleine Tasche umgeschnallt, in der Celine Taschenlampen, Verbände und weitere Hilfsmittel für den Notfall eingepackt hatte. Rilliana trug dasselbe Outfit wie sie beide, doch war ihr Latexanzug etwas mitgenommen. Graue Flecken, die nicht mehr herauszugehen schienen, Brandspuren und das Fehlen des üblichen Latexscheins ließen ihn viel älter aussehen. Zusätzlich zu einem weiteren Schwert trug sie auf ihrem Rücken Pfeile und hielt einen Bogen in ihrer Hand. Caitlyn vermutete, dass die gesamte Ausrüstung der Elfe schon ein ewiger Gefährte war. Ifry hingegen, durchbrach das Muster und trug ein einfaches weißes Shirt und ein dickes Hemd locker darüber. Schwarze Jeans und Sportschuhe vollendeten das Outfit. Summer entging nicht, dass sie ein wenig neidisch auf die Anzüge starrte, aber wahrscheinlich wollte sie sich nicht die Blöße geben, Celine um einen weiteren Kampfanzug zu fragen.
„Da seid ihr ja endlich“, kommentierte Ifry und studierte ihre in Latex getauchten Körper. „Habt ihr den Eingang in die Anzüge nicht gefunden?“
Rilliana stieß ihr verspielt in die Rippen.
„Ich bin sicher, Celine wollte nur auf Nummer sicher gehen, dass ihnen nichts passiert. Stimmts?“, fragte sie und die beiden jungen Frauen nickten.
„Fein …“, sagte Ifry und klatschte in die Hände, „es gibt eine Regel. Wenn Rilliana oder ich etwas sagen, tut ihr es, ohne uns infrage zu stellen. Wir wissen nicht, wie gefährlich es werden könnte, und wir beide haben die nötige Expertise, um zu entscheiden, ob ihr bereit dafür seid oder nicht“, erklärte Ifry und schaute Summer einen Moment länger an, als nötig gewesen wäre, doch sie hielt den Blick der Dämonin stand.
„Folgt mir“, sagte Ifry schließlich und ging voraus. Rilliana gab den beiden den Vortritt und bildete das Schlusslicht.
„Also. Noch einmal zum Mitschreiben. Wir untersuchen den Wald auf Korruption. An magischen Orten formen sich manchmal sogenannte Dungeon Cores. Magische Knoten, die unter anderem den Wald stärken, sodass er diesen fantastischen Lebensraum bietet“, sagte Ifry und deutete hoch in einen Baum, wo eine dicke blaue Spinne saß. Caitlyn verzog ihren Mund ein wenig, während Summer ihr zuwinkte.
„Leider kann es vorkommen, dass diese Dungeon-Cores negative Magie aufnehmen und dann den Wald korrumpieren. Die Lebewesen in ihm böse werden lässt“, erklärte Rilliana weiter.
„Das würde die Kelchpflanze erklären, die dich beinah gegessen hat“, sagte Ifry.
„Und das ist der Grund für meine Kopfschmerzen gewesen?“, fragte Caitlyn.
„Wir vermuten es zumindest. Wir werden uns von innen nach außen arbeiten und, wenn nötig, den Dungeon-Core zerstören, wenn er nicht mehr zu retten ist.“
Ifry hielt inne und schaute sich einen Felsen an. Sie deutete auf einen Spalt in ihm.
„Dort werden wir unseren ersten Core finden. Folgt mir“, sagte sie schlicht und drückte sich in den Spalt. Summer eilte ihr hinterher, während Rilliana Caitlyn aufmunternd zunickte.
„Alles in Ordnung?“
„Vielleicht. Es scheint mir nur alles so … verwirrend. Viel, was ich noch einordnen muss.“
Rilliana nickte verständnisvoll und leitete Caitlyn durch den Spalt.
„Magie hat das so an sich. Ich war mal genau am selben Punkt wie du. Über 20 Jahre dachte ich, dass ich nicht zaubern könnte, und dann …“
„Hey! Kein Getuschel da hinten. Ich leite diese Mission und will volle Konzentration!“, rief Ifry ihnen entgegen, und Caitlyn konnte eine Spur Sorge heraushören. Rilliana nickte ihr erneut aufmunternd zu und stolperte in eine von Moos bewachsene Höhle. Durch den Spalt kam genug Licht, aber die beiden Gänge, die tiefer in die Höhle führten, sahen aus wie schwarze Löcher, die sie verschlingen wollten.
„Ganz vergessen, dass es hier zwei Wege gibt“, murmelte die Elfe und half Caitlyn in die Höhle.
„Und? Machen wir den dümmsten Fehler überhaupt und teilen uns auf?“, fragte Summer grinsend, und Ifry lächelte.
„Selbstverständlich. Das ist immer noch Caitlyns Training und in dieser Höhle sollte es nichts geben, was euch gefährlich werden könnte.“
„Moment, was?“, fragten Caitlyn und Summer wie aus einem Munde.
„Also! Versucht nicht an den Schleimen zu sterben!“, rief Ifry und zog Rilliana hinter sich her, die den beiden Frauen nur zuwinkte.
„Ich weiß nicht, ob ich mich besorgt oder beleidigt fühlen soll“, sagte Caitlyn und zog ihr Schwert. Summer nahm die Taschenlampe und leuchtete den Weg.
„Ein wenig von beidem vielleicht“, erwiderte Summer und ging Caitlyn hinterher. Im Schein der Taschenlampe wichen sie den Schleimen aus, die auf dem Boden und an den Wänden klebten. Manche versuchten, sie anzuspringen, aber sie waren so träge, dass sie ihr Ziel immer verfehlten. Summer fiel auf, dass je tiefer sie in die Höhle gingen, desto mehr Moos an den Felsen wuchs. Es federte ihre Schritte und erstickte die Geräusche. Durch das Echo wirkten sie dadurch geisterhaft und fremd.
„Ich frage mich, ob das Moos die Schleime kitzelt“, überlegte Summer laut und bekam einen verwirrten Blick von Caitlyn.
„Was zum Teufel, Summer.“
„Was? Das ist eine berechtigte Frage! Vielleicht greifen sie uns deswegen an. Sie wollen nicht mehr vom Moos gekitzelt werden, deswegen springen sie an unsere Anzüge.“
Caitlyn wollte etwas dagegen sagen, aber woher sollte sie wissen, ob Summer nicht genau ins Schwarze getroffen hatte? Sie öffnete mehrmals den Mund, um etwas zu sagen, aber schloss ihn dann wieder.
„Nun … kann sein“, sagte sie schließlich und schloss ihre Augen zu Schlitzen, als sie vor sich ein sanftes, weißes Licht wahrnahm.
„Da vorn ist was“, flüsterte sie und machte ihr Schwert bereit. Summer machte ihr Licht aus und nun konnten sie es auch sehen. Ein Schimmern, welches die in der Höhle reflektierte und das Moos beschien. Sie traten in den nächsten Raum und zwischen einer Felsformation sahen sie eine leuchtende Kugel. So groß wie eine Faust, aber perfekt geformt. Sein Licht erhellte den ganzen Teil der Höhle mit milchig-weißem Licht und schien ihr Leben zu geben. Er saß auf einem glatten Stein und Wasser floss unter ihm hervor, welches an der Seite hinunterfloss. Durch die Nässe und das Moos war die ganze Höhle rutschig und beide mussten aufpassen, wo sie hintraten.
„Das wird wohl der Dungeon Core sein“, murmelte Caitlyn und steckte ihr Schwert weg, während sie sich näherte.
„Sieht zumindest nicht korrumpiert aus“, kommentierte Summer und streckte ihre Hand aus, die Caitlyn direkt wegschlug.
„Bist du wahnsinnig? Das da ist Magie! Ich dachte, du wärst Wissenschaftlerin und wüsstest, wie man mit unbekannten Dingen umgehen muss.“
„Geologen lecken Steine ab.“
„Du leckst nicht den Dungeon-Core!“
„Awwww“, sagte Summer enttäuscht, als die Frauen hinter sich etwas hörten. Sie drehten sich gerade rechtzeitig um, als ein besonders großer Schleim auf sie zusprang. Caitlyn duckte sich schnell weg, während Summer ungeschickt auswich. Dabei berührte sie mit ihrem Ellbogen den Dungeon-Core, der sofort von seiner Plattform rollte.
„SUMMER!“, bellte Caitlyn und versuchte, den Dungeon-Core zu ergreifen, doch wurden ihre Hände von Summers eigenem Rettungsversuch weggedrückt und die Kugel fiel auf den Boden. Anstatt dass sie zerbrach, wie die beiden befürchtet hatten, sandte sie eine Schockwelle aus, die sie zu Boden warf. Durch die Wucht und den nassen Boden schlitterten beide über das Moos Richtung Wand. Caitlyn bereitete sich auf schlimme Schmerzen und darauf vor, dass sie Summer auffangen musste, doch nichts dergleichen passierte. Sie rutschten in eine versteckte Spalte, die sie durch das Licht nicht gesehen hatten, und verschwanden dahinter. Sofort spürten Caitlyn und Summer, wie die Schwerkraft von ihnen Besitz ergriff, als sie eine Schlammrutsche hinunterglitten. Unfähig, sich festzuhalten, schossen sie mit halsbrecherischer Geschwindigkeit in die Finsternis, bis der Schlamm unter ihnen verschwand, mitsamt dem Boden. Beide machten große Augen, als die Schwerkraft sie mit aller Macht nach unten zog und sie in einen riesigen unterirdischen See krachten. Es verschlug ihnen sofort den Atem, als sie in das eisige Wasser tauchten, und sie verschluckten sich daran. Der Schock hielt aber nur kurz und sie durchbrachen hustend die Wasseroberfläche. Gierig zogen sie Luft ein und husteten unkontrolliert.
„Fuck!“, fluchte Caitlyn und strampelte in die Mitte des Sees, wo sie einen Felsen sehen konnte. Summer schwamm ihr hinterher und beide rollten sich hustend ans Land.
„Fuck“, sagte Caitlyn erneut und zitternd, während Summer Wasser ausspuckte.
„Ich nehme an, das ist auch Teil des Trainings?“, fragte sie und wickelte ihre Arme um ihren Körper.
„Denke schon“, sagte Caitlyn unsicher und sah sich um. Sie befanden sich auf einer Halbinsel inmitten eines stählernen Sees. Ein Weg führte zu einem weiteren Tunnel. Ranken mit Dornen wucherten in den Wänden. An ihnen wuchsen violettfarbene Blüten, die die Situation ausleuchteten. Selbst unter Wasser konnten sie das Leuchten sehen und Blasen, die von ihnen aufstiegen.
„Summer, zieh mal deine Kapuze an. Ich traue diesen … Pflanzen nicht, die sehen gruselig aus.“
Summer nickte und tat es ihrer Freundin gleich, doch nahm sie die Blumen in Augenschein.
„Sie sehen ein wenig wie Disteln aus. Aber an einem solchen Ort und unter Wasser …? Meinst du, sie sind gefährlich?“
„Das sind keine gewöhnlichen Pflanzen und das reicht mir“, erwiderte Caitlyn und sah sich um. Die Felsen wirkten zu steil, um daran hochzuklettern. Außerdem sahen die Stacheln der Pflanzen so aus, als könnte man sich daran übel verletzen, trotz der Anzüge.
„Komm, lass uns einen anderen Weg hier herausfinden.“
„Was ist mit Ifry und Rilliana?“
„Ich … ich will nicht bei jedem Problem zu ihnen rennen. Das hier ist ein Test, Training für mich, für uns. Lass uns auf eigene Faust einen Weg hier herausfinden.“
Summer sah ihr einen Moment hinterher, als Caitlyn Richtung Tunnel ging, der auch von den Pflanzen beleuchtet war. Sie hatte ein ganz schlechtes Gefühl dabei, folgte ihrer Freundin dann aber doch.


„Waren Summer und Cait nicht gerade noch hier?“, fragte Rilliana, als sie und Ifry um eine Ecke bogen und nun auch im Raum mit dem Dungeon-Core standen.
„Ich meine, dass ich sie auch noch gehört habe …“, murmelte Ifry und versuchte, die beiden mit ihrer Magie zu erspüren, doch der Kristall in ihrer Mitte überlagerte ihre Signaturen. Sie zog die Augenbrauen zusammen und tastete erneut, mit demselben Ergebnis. Doch da war noch etwas anderes.
„Etwas stimmt hier nicht“, murmelte Ifry und bückte sich zu Boden, um den Dungeon-Core vorsichtig wieder auf sein Podest zu heben. Sie stutzte, als sie durch das Moos am Boden schwach Magie wahrnehmen konnte.
„Spürst du sie?“
„Nein … aber unter uns ist eine weitere magische Quelle. Warst du schon mal hier drunter?“
Rilliana schüttelte den Kopf und legte die Stirn in Falten, als sie die Schleifspuren sah, die die beiden hinterlassen hatten. Sie führten zu einem Spalt im Felsen, der vorher noch nicht da gewesen war.
„Meinst du, sie sind dort heruntergestiegen?“ Aber warum?“
„Vielleicht wurden sie angegriffen und sind ausgerutscht?“, murmelte Rilliana und deutete auf die Spuren und Schleimrückstände auf dem Boden. „Diese Schleime können richtig fies sein. Und ich glaube nicht, dass die beiden sich groß mit ihnen auskennen.“
Ifry sah den Spalt hinunter und atmete genervt aus.
„Ich hole sie. Sollte nicht zu lange dauern“, sagte sie und steckte ihre Beine in den Spalt.
„Ich lasse dich da doch nicht alleine runter! Wer weiß, was da unten lauert!“
„Ehrlich, Rilliana? Ich habe diesen Wald während deiner Abwesenheit beschützt. Es gibt hier nichts, was mir gefährlich sein könnte“, erwiderte Ifry stolz, doch Rilliana schüttelte den Kopf.
„Du sagtest selbst, dass in letzter Zeit hier ein paar seltsame Dinge passiert sind, oder? Also gehen wir auf Nummer sicher. Wir finden sie, und Terra und Celine reißen uns nicht die Köpfe ab, weil wir sie verloren haben.“
„Wer kann denn auch ahnen, dass sie von Schleimen überwältigt werden?“ Setzen, sechs, würde ich mal sagen, hahaha.“
„Ifry …“
„War nur Spaß“, lachte sie und drückte sich durch den Spalt hinab, dicht gefolgt von Rilliana.


Sie schlitterten die Rutsche hinunter, und während Rilliana ungebremst in den See fiel, öffnete Ifry ihre Flügel und glitt auf die Halbinsel. Mit einem Schwenker ihrer Hand fiel der Schlamm von ihr ab, und sie entdeckte Wasserspuren, die tiefer in die Höhle verliefen.
„Sie sind hier lang“, murmelte Ifry, während Rilliana ans Ufer schwamm. Sie half der Elfe auf und lief rot an, als diese das Wasser aus ihrem Haar strich.
„Was?“, fragte Rilliana, und Ifry schüttelte den Kopf.
„Nichts … ich dachte nur, dass das Wasser dich ziemlich gut aussehen lässt“, murmelte sie.
„Haaaaatschuuu!“
Rilliana überhörte die Bemerkung, als sie nieste, und das Echo durch die Kammer hallte. Sie blinzelte angestrengt und nieste noch einmal.
„Oh fuck“, murmelte sie und schüttelte den Kopf, bevor sie ein drittes Mal nieste.
„Alles in Ordnung? Hast du dich erkältet?“, fragte Ifry besorgt und zog sie in eine Umarmung, um sie zu wärmen. Rilliana, vollkommen überrumpelt von der Geste, konnte nur den Kopf schütteln.
„Ich hoffe, dass ich mich erkältet habe. Alles andere wäre schlecht … für die beiden“, murmelte sie und versuchte, sich zu lösen, doch die Dämonin hielt sie in einem eisernen Griff.
„Äh … Ifry? Wir müssen weiter.“
„Oh! Ja, natürlich“, sagte Ifry hastig und wurde noch röter im Gesicht. Sie wandte sich schnell ab, um sich nichts anmerken zu lassen. Das Licht der Höhle ließ Rilliana für sie ungewohnt anziehend wirken, auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte.


Summer und Caitlyn gingen währenddessen durch den Tunnel. Die Kälte des Sees saß immer noch in ihren Knochen und die kalte Luft machte es auch nicht besser. Kleine Wolken entstanden, als sie ausatmeten, und jeder Atemzug brannte ein wenig in ihren Lungen. Caitlyn ließ sich davon aber nicht beirren und hielt ihr Schwert nach vorn gerichtet. In ihren Gedanken war jeder der faul herumliegenden Schleime ein Feind, der ihre Ehre mit Füßen getreten hatte. Sie beobachtete sie argwöhnisch, während Summer hinter ihr herlief und die an den Höhlenwänden wachsenden Ranken und Blüten genau studierte.
„Diese Schleime sind wirklich nervig“, kommentierte Caitlyn als einer von ihnen auf sie zusprang. Sie gab ihm einen Klaps mit der flachen Seite des Schwerts und er trudelte gegen die Felswand, wo er sich beleidigt verkroch.
„Ich finde sie nach wie vor sehr niedlich. Chloe hat mir mal erzählt, dass Celine sie für die Herstellung der Anzüge verwendet“, erklärte Summer und duckte sich unter einem anderen Schleimangriff hinweg. „Auch einer der Gründe, warum ich mich für ein Praktikum beworben habe. Ich will auch mal mitmachen, wenn sie gemolken werden.“
Caitlyn sah Summer stirnrunzelnd an, bevor sie den Kopf schüttelte. Sie konnte sich nicht vorstellen, wie man diese hinterlistigen Biester melken könnte.
„Und wie …“, Caitlyn verstummte, als sie das Ende des Tunnels erreichten und sich vor ihnen die Höhle erweiterte. Nicht nur, dass mehr von dem violettfarbenen Licht von der Decke hinunterkam, gab den Blick frei auf einen Urwald mit Bäumen, die hoch bis an die Decke wuchsen. Zumindest hoffte Caitlyn, dass es eine Decke gab. Wenn der Boden nicht von großen bunten Pflanzen oder Baumstämmen bedeckt war, war er mit dickem Gras bewachsen, welches hoch zu ihren Knien wuchs. Caitlyn konnte teilweise Tropfen an ihnen und manchen Pflanzen herunterlaufen sehen, als läge noch morgentlicher Tau auf ihnen. Zudem war es warm. Viel zu warm. Und ein starker Gegensatz zum Tunnel, wo die beiden noch ihren Atem gesehen haben.
„Als würde man im Winter in einen beheizten Pool steigen“, dachte Summer laut, „sieht nicht so aus, als würden wir hier schnell herausfinden.“
„Nope“, bestätigte Caitlyn und beobachtete nun argwöhnisch die Ranken, doch die blieben, wo sie waren. Fürs Erste zumindest.
„Komm, vom Herumstehen wird es auch nicht besser“, murmelte Caitlyn doch wurde sie von Summer plötzlich zurückgerissen. Etwas ungehalten drehte sich Caitlyn zu ihr.
„Was?“
„Wir sollten umkehren. Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, aber ich glaube, ich sehe ein paar fleischfressende Pflanzen.“
Caitlyn Ärger verschwand sofort, und sie drehte sich wieder dem Urwald zu. Und jetzt sah sie auch die gewaltige Kelchpflanze, mit der sie schon mal Bekanntschaft gemacht hatte, zwischen den Blättern eines Busches lauern.
„Yeah … darauf habe ich nicht die größte Lust“, murmelte Caitlyn hielt dann aber inne. „Was meinst du mit ein paar?“
Summer wollte gerade antworten, als ein Schleim Caitlyn mit voller Wucht in den Rücken sprang und sie nach vorn schleuderte. Überrumpelt flog sie durch das nasse und glitschige Gras. Caitlyn krachte mit ihrem Bauch auf eine Wurzel und der Aufprall schlug ihr die Luft aus den Lungen. Sie ließ ihr Schwert fallen, welches sich einen Schritt vor ihr in den Boden bohrte.
„Fuck“, krächzte sie und versuchte sich aufzurappeln, doch kippte sie im nächsten Moment einfach zur Seite über, übermannt vom Schmerz. So dachte sie jedenfalls, bis sie sich weiter um ihre eigene Achse drehte.
„Was zum …“, flüsterte sie und sah an sich hinunter. Die Welt drehte sich um sie und sie konnte Summer immer einen kurzen Augenblick sehen, wie sie hastig versuchte, ihr Schwert zu ziehen und auf sie zu rennen. Da spürte sie es. Ein Drücken, welches nun auch ihre Arme umschloss und sich um ihre Brust legte, ihre Beine zusammenpresste und nicht mehr losließ. Mit großen Augen sah sie eine Ranke, die sich um ihren Körper wickelte und immer stärker zusammenzog. Kleine Härchen mit dickflüssigem Nektar drückten sich gegen ihren Anzug und klebten ihre Gliedmaßen aneinander. Caitlyn begriff nun auch endlich, dass sie tief in der Patsche steckte, und strampelte gegen den Griff der Pflanze, doch zu ihrem Entsetzen stellte sie fest, dass der Nektar ihre Arme fest an ihren Körper geklebt hatte. Sie konnte sich nicht bewegen und nur zusehen, wie die Welt sich drehte. Mal sah sie einen Baum, einen Busch, Summer, die immer noch hinter ihr herrannte, und dann endlich die Pflanze selbst. Caitlyn stockte der Atem, als mehr dieser Ranken sich in ihre Richtung streckten, um sie zu empfangen. Sie schrie. Bekam es mit der Angst zu tun, doch gerade in diesem Moment klatschte ein dicker Nektartropfen auf ihren Mund und ließ sie verstummen. Ein süßer Geschmack breitete sich auf ihrer Zunge aus und verklebte sofort ihre Mundhöhle. Ihr wurde schwindelig, ihr Atem wurde anstrengender, und das letzte, was sie sah, war Summer, die ihr Schwert schwang, bevor eine Ranke sich über ihr Gesicht legte und ihre Kapuze von ihrem Kopf fegte. Dann war es dunkel. Caitlyn konnte nicht atmen, nichts sehen. Nur fühlen, wie die Ranken sich fester um sie wickelten.
Fast wie eine Umarmung. Dachte sie, bevor eine ohrenbetäubende Explosion zu hören war. Im nächsten Moment fühlte Caitlyn wie der Griff der Pflanze sich lockerte, dann, wie die Schwerkraft von ihr Besitz nahm. Die Ranke löste sich komplett von ihrem Körper, als sie auf den Boden krachte. Erneut presste sich die Luft aus ihrer Lunge nach draußen, doch dieses Mal nahm sie den klebrigen Nektar mit. Hustend und blind spuckte sie aus, während sie vor Schmerzen auf dem Boden herumrollte wie ein Wurm. Doch sie konnte atmen, konnte leben. Caitlyn konnte Rufe hören, und dann spürte sie, wie der Kleber auf ihr verschwand. Sie blinzelte nach oben und sah Rilliana und Ifry über sich stehen. Die Elfe hatte ihren Bogen gezogen und einen brennenden Pfeil in der anderen Hand. Ifry hingegen hielt ihre Hände über Caitlyn. Die Magie waberte auf die junge Polizistin hinunter und befreite sie damit von dem Nektar.
„Da sind wir ja gerade rechtzeitig gekommen“, sagte die Elfe außer Atem, und Caitlyn nickte schwach.
„Da … danke“, sagte sie und setzte sich zitternd auf.
„Kein Problem“, sagte Ifry und leckte sich über die Lippen. Ihr Gesicht war rot angelaufen und Caitlyn konnte ihr kaum einen Vorwurf machen. Wäre die Situation nicht so gefährlich gewesen, hätte sie es vielleicht auch heiß gefunden. Caitlyn blinzelte.
„Was zum Teufel denke ich gerade?“, murmelte Caitlyn als Summer hinter ihr auftauchte. Schwer atmend und mit einem klebrig beschmierten Schwert in der Hand. Sie streckte ihre Hand aus und stülpte die Kapuze zurück über Caitlyns Kopf. Caitlyn begriff erst nicht, bis Rilliana niesen musste.
„Verdammt, stinkt es hier nach diesen dämlichen Pollen“, murmelte die Elfe angewidert.
„Ich weiß nicht, ich finde den Geruch sehr angenehm“, sagte Ifry lächelnd.
„Ifry, reiß dich zusammen. „Komm, wir müssen die beiden hier herausbringen.“
„Aber ich will …“, sagte Caitlyn.
„Regel eins!“, bellte Rilliana und ließ Caitlyn sofort verstummen.
„Sie hat recht, Cait, das ist ein wenig zu hoch für uns“, flüsterte Summer und schluckte. „Hätte nie gedacht, dass ich mal einen so großen Sonnentau sehen würde.“
Rilliana half Caitlyn hoch und wollte sie zum Eingang begleiten, als sie von Ifry zurückgehalten wurde.
„Ist was, Ifry?“, fragt die Elfe besorgt, doch wurde sie im nächsten Moment bleich.
„Lass uns doch noch ein wenig hierbleiben, Rilliana und Spaß mit Summer und Caitlyn haben.“
„Spaß?“, fragten Summer und Caitlyn wie aus einem Munde und sahen Ifry entsetzt an, kurz bevor Rilliana ihr eine saftige Ohrfeige gab. Zischend zogen die beiden Menschen Luft ein und sahen nun Rilliana an. Diese verzog ihr Gesicht und wedelte mit ihrer Hand, als hätte sie sich verbrannt.
„Ifry, reiß dich zusammen, wir müssen hier raus!“, bellte Rilliana Ifry an, und jetzt sahen Caitlyn und Summer wieder zu Ifry. Ihr normalerweise rotes Auge hatte einen violettfarbenen Schimmer und sie leckte sich die Lippen, als wäre Rilliana ein süßer Nachtisch. Im nächsten Moment sprang Ifry auf Rilliana und warf sie um. Überrascht kreischte Rilliana auf, doch der Schrei wurde sofort erstickt, als Ifry ihren Mund auf den der Elfe presste und ihn in ein sinnliches Stöhnen verwandelte. Die Dämonin drückte Rillianas Kopf ins nasse Gras, während ihre andere Hand ihre Brust massierte.
„Was … was passiert hier?“, fragte Summer, die zuerst ihre Sprache wiederfand.
„… Die … Pollen!“, stöhnte Rilliana als Ifry ihr kurz Luft gewährte und stattdessen in ihr Ohrläppchen biss. „Au! Fuck, Ifry hör auf damit! AH! Lasst eure Kapuzen auf und verschwindet! Ich komme schon zurecht. Holt Celine oder …aaaah! Ifry was zum …“
In diesem Moment ließ Ifry Rillianas Reißverschluss erscheinen und zog ihn hinunter. Ihre Hand schlüpfte darunter und knetete die Brust der Elfe. Sie beugte sich erneut zu Rillianas Ohr hinunter und flüsterte so laut, dass alle es hören konnten.
„Rilliana war so lange weg und hat mich und Phae ganz alleine gelassen“, flüsterte sie mit sinnlicher Stimme, „es wird Zeit, dass wir das nachholen.“
Summer und Caitlyn warfen sich einen Blick zu. Während Caitlyn Rilliana nicht zurücklassen wollte, schien Summer nun sehen zu wollen, wohin das Schauspiel vor ihr führen würde.
„Jetzt läuft endlich … Ah! Ifry bitte, AH!“, sagte Rilliana bevor Ifry ihr wieder die lange Zunge in ihren Mund steckte.
„Das ist heiß“, flüsterte Summer und erntete einen anklagenden Blick von Caitlyn. Die Polizistin hatte aber genug von dem Schauspiel vor sich und ballte ihre Hand zur Faust. Sie sammelte all ihre Kraft und schlug gegen Ifrys Wange. Es knackte laut. Ifrys Augen drehten sich in Caitlyns Richtung. Caitlyn selbst zog zischend Luft ein, als ihre Hand sich so anfühlte, als hätte sie gerade gegen Stahl geschlagen. Ifry richtete sich auf und sah überrascht Caitlyn und Summer an. Kurz dachten beide, dass sie Ifry zurückgeholt hatten, bis Ifrys Pupille ein violettfarbenes Herz formte.
„Cait … lyn“, murmelte sie und versuchte, nach Caitlyn zu greifen, doch die stolperte schnell zurück, dicht gefolgt von Summer, die nur knapp Ifrys Fingern entging.
„JETZT HAUT ENDLICH AB!“, keifte Rilliana sie an und zog Ifry zurück auf den Boden, als diese aufstand. Dieses Mal hörten Summer und Caitlyn auf den Befehl und machten kehrt.
„Kommen wir überhaupt die Schlammrutsche hoch?“, fragte Summer und sah zu Caitlyns Hand hinunter. Sie hatte sich rot verfärbt und das Knacken schallte immer noch in ihrem Kopf wider.
„Wir schaffen das schon …“, sagte Caitlyn doch sie zweifelte an ihren eigenen Worten, als ihre Finger ihr nicht richtig gehorchen wollten. Der Schmerz in ihrer Hand betäubte ihre Bewegungen.
„Freunde … hierbleiben …“, murmelte Ifry und hob ihre Hand in Richtung der beiden. Rilliana begriff sofort und stieß sie beiseite. Ifry schnalzte mit der Zunge und ergriff Rillianas Handgelenke, bevor sie diese mit einer Hand über den Kopf der Elfe ins Gras drückte. Ihre freie Hand hob sich wieder in Richtung der Frauen, die gerade den Eingang der Höhle erreicht hatten. Sofort erwachten die Ranken zum Leben und schlossen sich mit scharfen Dornen vor den Tunnel. Caitlyn und Summer konnten gerade noch abbremsen und kamen davor zum Stehen. Im nächsten Moment sprossen dicke Blüten aus den Ranken und spuckten eine volle Ladung Pollen in ihre Gesichter. Beide zuckten zusammen, als vor ihren Gesichtern eine Art Schutzschild erschien, das von Blau zu Rot aufleuchtete und die Pollen zu Asche werden ließ. Summer stolperte zurück, stolperte ins hohe Gras, während Caitlyn entgeistert die Blüten ansah und sich dann zu Ifry drehte. Sie tastete nach ihrem Schwert, doch es steckte noch irgendwo im Urwald.
„Caitlyn, hierbleiben …“, murmelte Ifry und streckte erneut ihre Hand nach Caitlyn aus. Erst sah sie nichts, bis sie sah, wie das Gras sich bewegte, als sich etwas hindurchschlängelte. Sie konnte nicht reagieren, als blitzschnell Ranken aus dem Gras schossen und ihre Fußgelenke ergriffen. Sie wickelten sich fest um ihre Beine und zogen sie im nächsten Moment durchs nasse Gras.
„Ifry, lass mich los, verdammt!“, fluchte Caitlyn als das Gras in ihr Gesicht schnitt, während sie langsam zurückgezogen wurde. Ifry schien sie aber weder zu hören noch Lust zu haben, auf sie zu warten, und stand auf. Bevor Rilliana etwas tun konnte, hatte sich eine weitere Ranke um ihre Handgelenke gewickelt. Ifry leckte sich über die Lippen und ging tiefer in den Urwald, während sie die Elfe hinter sich herzog.
„Ifry, bleib gefälligst stehen!“, rief Caitlyn ihr hinterher, doch spürte sie plötzlich, wie ihre Reise durchs Gras ein jähes Ende fand, als ihre Beine von etwas Weichem umwickelt wurden. Genervt versuchte sie sich aufzurichten, bis sie wackelnd inmitten einer großen, rosafarbenen Blume stand. Ihre Beine waren immer noch von den Ranken umwickelt, was ihr aber mehr Sorgen bereitete, war eine grüne, kaum durchsichte Membran, die sich um ihre Unterschenkel gesaugt hatte und nun langsam weiter ihre Beine hochrutschte. Weitere rosafarbene Blütenblätter am Rand der Membran wedelten auf und ab, während diese sich immer mehr ihrer Beine einverleibte.
„Rillianaaaa?“, fragte Caitlyn hoffnungsvoll, doch war die Elfe bereits mit der Dämonin verschwunden. Auch von Summer fehlte jede Spur und wieder bekam Caitlyn es mit der Angst zu tun, bis sie sich an Celines Anzug erinnerte. Er würde sie schützen, bis Hilfe eintraf … aber wann wäre diese da? Sie könnte jetzt ewig in der Pflanze feststecken, oder? Urplötzlich war die Aussicht darauf nicht so angenehm, wie Caitlyn noch vor Sekunden gedacht hatte.
„Nicht noch einmal!“, sagte Caitlyn und sah sich um. Sie sah Schleifspuren und Gras, welches zusammenklebte.
„Hier wurde ich doch gerade schon von dieser anderen Pflanze geschnappt!“, rief Caitlyn aus, und tatsächlich sah sie ihr Schwert, welches immer noch im Boden steckte. Sie stieß einen Glücksschrei aus und hechtete danach. Sie warf sich zu Boden und spürte, wie sie etwas aus der Pflanze herausrutschte.
„Ja! Nur ein wenig, dann kann ich es greifen!“, rief Caitlyn aus, doch die Pflanze hatte andere Pläne und die Tentakeln wanderten ihren Körper hoch und ergriffen einen ihrer Arme. Zog sie zurück. Caitlyn biss auf ihre Zunge und versuchte, gegen das Ziehen und Saugen anzukämpfen. Ihre rote Hand krallte sich in den Boden und zumindest kam sie zu einem Stillstand. Caitlyn wappnete sich für einen Kampf gegen ihre Schmerzen und gegen die Pflanze. Doch so weit musste es nicht kommen, als Summer endlich aus einem Gebüsch stolperte.
„Summer! Ja!“, rief Caitlyn glücklich.
„Ehrlich, ich dachte, du würdest mich durchgehend retten“, lachte Summer, und Caitlyn konnte nicht anders, als ebenfalls erleichtert zu lachen.
„Nächstes Mal wieder“, sagte Caitlyn kopfschüttelnd, als die Schmerzen langsam Tränen in ihre Augen trieben. Summer wollte gerade nach dem Schwert greifen, als aus dem Nichts eine dicke, weiße Flüssigkeit gegen Summer geschossen wurde. Diese schrie überrascht auf und Caitlyn drehte ihren Kopf in Richtung der Attacke.
„Oh, du willst mich doch verarschen …“, flüsterte sie, als aus einem Gebüsch ein dicker, pulsierender Körper auftauchte. Eine Art riesige grüne Raupe hatte Summer aus dem Hinterhalt mit Fäden bespuckt und zog sie nun zu sich, als wäre sie ein Fisch im Netz. Summer hatte eine Mischung aus Faszination, Ekel und, wie Caitlyn leider feststellen musste, Begierde im Gesicht, während die nassen Fäden sich immer mehr auf ihren Körper festklebten. Dennoch versuchte sie, das Schwert zu ergreifen, als sie an ihm vorbeizog, doch ihre Finger verfehlten es knapp.
„Fuck!“, fluchte sie, als die Raupe sie mit einem Ruck zurückzog und ihre Beine mitsamt klebrigen Fäden in ihren Mund nahm. Summers Mund zitterte leicht, bis sie plötzlich anfing, laut zu lachen.
Das war’s … Sie ist endgültig verrückt geworden. Dachte Caitlyn, während Summer nicht aufhören konnte zu lachen und nach Luft rang.
„Summer, was ist los?“, rief Caitlyn verzweifelt, als ihr Griff im Boden langsam nachließ.
„Das Scheißvieh kitzelt mich!“, lachte Summer zwischen ihren Versuchen, nach Luft zu ringen. Caitlyn machte große Augen, während Summer fast kampflos bis zur Hüfte im Schlund des Monsters verschwand. In diesem Moment wurde der Schmerz in Caitlyns Hand zu groß und sie rutschte ab. Die Pflanze saugte sie tiefer in seinen Schlund. Die Membran war so fest und eng um ihre Beine gespannt, dass es aussah wie ein Vakuumbett. Ein luftdichtes Siegel, aus dem sie nicht entkommen könnte.
„Es tut mir leid, Summer“, sagte Caitlyn schwach über das Lachen ihrer Freundin hinweg, als diese bis zum Hals in der Raupe steckte. Die klebrigen Fäden hatten verhindert, dass sie sich festhalten konnte, und das ständige Kitzeln, das sich nun über ihren ganzen Körper erstreckte, machte sie ohnehin wehrlos. Ihre Atmung wurde flacher und das Lachen wurde mehr und mehr durch Keuchen ersetzt.
„Kannst … kannst du nicht zaubern?“, fragte Summer gequält, als ihr Körper sich verkrampfte.
„Nun“, fing Caitlyn an, als sie besorgt das Schwert ansah. Natürlich konnte sie zaubern, doch sie war gefesselt. Was, wenn der Zauber fehlschlug oder es schlimmer machte? Schlimmer als jetzt?
„Cait?!“, fragte Summer erneut, dieses Mal etwas energischer, trotz ihrer Erschöpfung, als die Raupe sich in Bewegung setzte und sich ins Gebüsch zurückzog.
„Summer warte ich … AAAH! Scheiß darauf!“, fluchte Caitlyn und schluckte. Sie hob ihre verletzte Hand über ihren Kopf, als die Membran der Pflanze ihren Hals erreichte. Sie beschwor ihre Magie und sofort schoss das Schwert aus dem Boden in ihre Hand. Schmerz schoss durch ihren ganzen Körper und sie zuckte zusammen. Das war alles, was die Pflanze benötigte, und die Membran rutschte über ihren Kopf. Sie wollte ihren Arm bewegen, doch die Enge ließ dies nicht zu, und stattdessen drückte er unangenehm gegen ihr Gesicht, als sie erneut an diesem Tag keine Luft bekam.
Ich muss durchhalten! Ich muss warten, bis die Pflanze meinen Arm vollkommen eingeschlossen hat. Dachte Caitlyn und spürte, wie die Membran sich immer höher saugt. Es war fest um ihren Arm geschlossen und glitt über ihre Hand. Ihr Körper schrie nach Luft. Ihr wurde schwarz vor Augen, bis die Pflanze ihre Hand erreichte. Eine neue Welle Adrenalin klatschte gegen Caitlyn als die Schmerzen in ihrer Hand ihren Höhepunkt nahmen. Sie wollte gerade aufschreien, als der Griff sich lockerte und die Membran riss. Der Druck ließ sofort nach und sie schwang das Schwert nach unten. Was die Pflanze begonnen hatte, beendete Caitlyn mit einem Schlag und zerteilte sie in zwei Teile. Hustend und röchelnd stolperte sie nach vorn.
„Es hat funktioniert? Aber ich dachte, der Fluch …“, sagte Caitlyn und atmete tief ein. Sie schüttelte die Gedanken ab. Sie musste erst Summer retten und dann Rilliana und Ifry. Irgendwie. Danach konnte sie sich Gedanken um diesen dämlichen Fluch der Dryade machen, den ihre Mutter ihr vererbt hatte wie eine Allergie.
„Summer!“, krächzte Caitlyn und richtete sich, stolpernd, auf der Raupe, um zu folgen. Diese war auch schnell gefunden, da sie das Gras plattdrückte, wo auch immer sie hinkroch, und gerade versuchte, einen Baum zu erklimmen. Summers Kopf schaute aus ihr heraus wie ein pinkfarbener Pickel, und Cait verkniff sich den Gedanken, ob Summer wirklich im Schlund des Monsters steckte oder … nicht.
„So, ähm“, sagte Caitlyn mit erhobenem Schwert, ließ es dann aber sinken, sie wollte Summer nicht damit verletzen. Sie traute der Präzision ihrer linken Hand nicht so viel zu. Stattdessen hob sie ihre verletzte Hand und machte eine greifende Bewegung. Die Raupe zuckte zusammen und sie begann ihren Aufstieg zu beschleunigen. Sie ließ allerdings Summer dabei zurück, als Caitlyn sie mit ihrer Magie herauszog. Mit einem Plopp rutschte Summer letztlich heraus und rutschte ins nasse Gras. Der Kokon um ihren Körper hatte sich eng um sie geschnürt. Er war immer noch klebrig, aber Caitlyn schaffte es trotz falscher Hand, Summer herauszuschneiden. Sie schnitt, sie schien aber nicht bei Bewusstsein zu sein. Das viele Kitzeln hatte wohl ihrem Körper einen großen Tribut gekostet.
„Wäre meine Hand nur nicht schrott“, murmelte Caitlyn und tätschelte Summers Wangen leicht, um sie aufzuwecken. Glücklicherweise wachte sie langsam auf. Ihre Augen flatterten auf, aber sie benötigte noch ein paar Minuten, bis sie sich aufrichten konnte.
„Ich wusste nicht, dass man von Kitzeln ohnmächtig werden kann.“
„Glaub mir. Du willst es nicht selbst ausprobieren“, murmelte Summer beschämt und sah den Baum hoch, wo die Raupe verschwunden war.
„Was machen wir jetzt?“, fragte sie und streckte geräuschvoll ihren Körper. Das Kitzeln hatte ihren Körper verkrampft und sie versuchte, ihn so wieder zu lockern.
„Wir müssen Rilliana retten und Ifry vom Einfluss der Pollen befreien. Ich bezweifle, dass wir durch die Dornenranken am Eingang kriechen können, selbst mit Celines Anzügen. Außerdem …“, murmelte Caitlyn und sah auf ihre Hand hinunter. Sie hatte sich verfärbt, nachdem sie ihr keine Pause gegönnt hatte.
„Die sieht übel aus“, sagte Summer besorgt und bedeutete Caitlyn sich hinzusetzen, während sie in dem kleinen Beutel kramte, den Celine ihnen mitgegeben hatte. Sie wurde auch schnell fündig und nahm einen Verband daraus hervor. Sie nahm vorsichtig Caitlyns Hand und umwickelte sie damit. Caitlyn spürte nun einen ständigen Druck um ihr und konnte sie kaum mehr bewegen.
„Ich glaube nicht, dass sie gebrochen ist, aber zumindest solltest du sie stillhalten, bis sie geheilt ist. Kannst du nicht Magie wirken, um sie zu heilen?“
„Noch zu anstrengend für mich. Aber ich werde schon klarkommen“, sagte Caitlyn und nahm das Schwert wieder auf, doch zuckte sie erneut zusammen.
„Vielleicht sollte ich das nehmen und du konzentrierst dich aufs Zaubern“, sagte Summer und Caitlyn nickte, bevor sie aber wieder aufhorchte.
„Was ist eigentlich mit deinem Schwert? Seit du mich von der Pflanze losgeschnitten hast, hast du es nicht mehr gezogen.“
Summer wurde rot und flüsterte etwas.
„Was?“
„Ich sagte, es klebt in der Scheide fest.“

„Hast du dir Gedanken um einen richtigen Plan gemacht?“, fragte Summer und wich einer Pflanze am Boden aus, die eindeutig Mensch als Lieblingsspeise hatte.
„Yeah … Ich werde mich um die Pollen kümmern und du erledigst alles andere, was sich uns in den Weg stellt.“
„Ich bin nicht so sicher, ob ich mit der Arbeitsteilung zufrieden bin“, merkte Summer an und hielt inne, als sich vor ihnen ein gewaltiger Baum in Richtung Decke erstreckte. Seine Rinde war breiter als mehrere Häuser und seine Wurzeln waren so dick wie normale Bäume. Sie hatten ebenfalls die violettfarbenen Blumen auf sich und ein dicker oranger Nebel hing in der Luft. Als die Schilde ihrer Capes wieder anfingen aufzuleuchten, wussten beide, dass es kein normaler Nebel war. Summer wedelte mit ihrer Hand, um die Luft hereinzubekommen, doch half dies nur wenig.
„Stört ein wenig.“
„Besser als die Alternative, aber ich kümmere mich darum“, sagte Caitlyn und zeigte mit ihrer linken Hand zwischen die Wurzeln des Baumes. Sie konnten umgeknickte Grashalme und eine Schleifspur ausmachen, und Caitlyn meinte, ein Loch zwischen ihnen sehen zu können.
„Wenn du meinst“, sagte Summer leicht zweifelnd, da sie Caitlyns Magie nicht genau einschätzen konnte. Sofort wurde ihre beider Sicht durch den Nebel und den Schutzschild beeinflusst, doch Caitlyn hielt sich noch zurück. Solange es nicht losging, musste sie noch keine Magie verschwenden. Sie glitten das Loch hinunter unter den Baum. Erneut war alles von den violettfarbenen Blüten ausgeleuchtet und gab der Höhle ein finsteres Aussehen, was ihnen beiden die Nackenhaare zu Berge stehen ließ.
„Hörst du das?“
„Könnten Rilliana und Ifry sein“, bestätigte Summer und hob das Schwert mit beiden Händen an. Sie machten Halt, als sie in einer Kammer ankamen, und ließen sie scharf einatmen. Ein Dungencore lag in der Mitte auf einem Podest, doch er war verfäbt. Nicht das reine Weiß, was sie noch zuvor gesehen hatten, sondern ein krankes Violett, welches ein Bett aus Pflanzen und Ranken erhellte, welches sich um die Körper von Ifry und Rilliana gewickelt hatte. Die Ranken wanden sich wie Schlangen um die beiden und hielten sie fest. Machten sie ein Teil von ihnen aus, dem sie nicht entkommen konnten. Ifry schien auch nicht entkommen zu wollen und streichelte über Rillianas Körper und raubte ihr den Atem mit ihren Küssen.
„Summer, befreie sie“, befahl Caitlyn und Summer gehorchte nach kurzem Zögern. Zwar wollte sie der Dämonin nicht so entgegentreten, auch wenn Caitlyn einen Plan hatte. Sie fing an, die Ranken von den Körpern zu schneiden, während Caitlyn sich konzentrierte. Sie hob ihre Hände und eine Brise ließ ihr Cape flattern. Ein Wind entstand in der Kammer und blies die Pollen nach draußen. Caitlyn spürte sofort, wie sie ihre Magie verbrannte, doch machte sie weiter.
„Oh shit … CAIT!“, rief Summer, als sich Wurzeln um ihre Beine wickelten und sie zu Boden zwangen. Sogar Ifry war aus der Kuschelei mit Rilliana erwacht und wollte nun auch Summer in ihr Rankenbett ziehen, ob sie wollte oder nicht.
„Ja!“, rief Cait und holte tief Luft. Sie zog sich das Cape ab und rannte zu den drei Frauen. Summer machte große Augen, während Ifry einladend lächelte. Caitlyn konnte immer noch das Violett in ihren Augen sehen, doch musste sie die Luft weiter reinigen. Sie warf ihr Cape Ifry entgegen, welches sich um ihren Kopf wickelte und sie umwarf. Caitlyn richtete dann ihre Magie auf den Dungeon-Core und ein Blitz schoss aus ihrer Hand hervor, der die Luft und die restlichen Pollen verbrannte. Mit einem Schlag war Caitlyns restliche Magie aufgebraucht. Sie stolperte auf Ifry und Summer zu und holte endlich Luft. Plötzlich sahen ihre Freunde so einladend und besonders sexy aus, mehr als je zuvor. Doch Caitlyn konnte sich nicht mal richtig darauf konzentrieren, als ihre Magie ihren Tribut wollte. Allerdings kam es nicht mehr so weit, als endlich der Kristall explodierte und sie wegschleuderte. Sie prallte mit voller Wucht gegen Summer. Gemeinsam flogen sie gegen Ifry die in diesem Moment verwirrt aufstand, mit dem Cape über ihrem Kopf. Sie fing beide auf und dann wurde es erneut schwarz für Caitlyn.


„Caitlyn?“, fragte Summer und die junge Polizistin öffnete flatternd ihre Augen.
„Ja, Summer?“, fragte Caitlyn vorsichtig.
„Hat dir schon wer gesagt, dass dein Plan SUPER bescheuert war?“
Caitlyn atmete tief aus.
„Wieso? Hat doch funktioniert“, murmelte sie und stöhnte vor Schmerz, als sie sich aufrichten wollte. Ihr Körper gehorchte ihr nicht.
„Ich … Ich kann mich nicht bewegen!“, fügte Caitlyn hinzu, als Panik in ihr aufstieg.
„Yeah. Celine sagte, dass so etwas passieren könnte. Du hast zu viel Magie verwendet, du Idiot. Und unser kleiner Zusammenstoß hat mich gleich mit aus dem Spiel genommen. Celine meinte aber, dass es über Nacht besser wird. War das übrigens auch Teil deines großen Plans?“, murmelte Summer, die gemeinsam mit Caitlyn in einem Bett lag.
„Tut mir leid, Summer. Nun … dass ich keine Magie mehr habe und zusammenbreche, ja, damit ich euch keine Gefahr bin, wenn Ifry mein Cape bekommt. Das andere? Nun … nicht wirklich. Geht es denn den beiden anderen gut?“
„Ifry ist das alles sehr peinlich, Rilliana noch mehr und Celine … nun, sie ist nur froh, dass wir alle zurück sind. Sie hat auch deine Hand geheilt, während du ausgeknockt warst.“
„Ah. Aber wir haben es geschafft?“
„Ja … nur … Rilliana ist besorgt … sehr sogar.“


Kims Körper schritt, zähneknirschend, zurück zum Urwald, der nun langsam zu verfaulen begann.
„All meine Mühe und Vorbereitungen, zerstört von zwei Menschen, dieser dreckigen Elfe und einer der meinen“, flüsterte Jinaras Stimme brodelnd. Sie hatte gerade das Loch unter dem Baum verlassen, doch von dem Dungeon-Core war nichts mehr übrig geblieben. Einen neuen Core zu züchten, wäre Zeitverschwendung. Die Hüter des Waldes wussten nun Bescheid. Und wenn es so weiterginge, würde sie ihr auf die Schliche kommen. Sie musste ihre Bemühungen verstärken. Musste …
„Gib mir endlich meinen Körper zurück, du Hexe!“, rief Kims Stimme in ihrem Inneren, und Jinara rollte mit den Augen. Vielleicht war es an der Zeit, sich auch einen neuen Körper zu suchen. Je länger Kim in ihrem eigenen Kopf eingesperrt war, desto besser wurde sie darin, sich aus der kleinen Zelle darin zu befreien. Natürlich machte es der Dämonin Spaß, Kim zu quälen, doch es wurde irgendwann auch zu eintönig.
„Keine Sorge, kleine Kim. Wenn fortan alles nach Plan läuft, werde ich deinen Körper nicht mehr benötigen“, murmelte Jinara und warf Kim in ihre Zelle zurück.
Nur noch ein bisschen Zeit ist alles, was ich benötige.


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